Pandemie

Kostenloses Testangebot von Montag bis Sonntag in Osterwieck

Von Vera Heinrich
Hier wird kostenlos auf das Coronavirus getestet: im ehemaligen Schulgebäude auf dem Osterwiecker Stephani-Kirchhof.
Hier wird kostenlos auf das Coronavirus getestet: im ehemaligen Schulgebäude auf dem Osterwiecker Stephani-Kirchhof. Foto: Birgit Mundt

Osterwieck - Wer in Osterwieck einen Antigen-Schnelltest machen lassen möchte, kann dies ab Montag, 7. Juni, an sieben Tagen in der Woche tun. Ab dieser Woche übernimmt Malte Theuerkauf als Betreiber der städtischen Teststation, der ankündigt: „Wir haben das Angebot in der ehemaligen Stephani-Schule im Stephani-Kirchhof erweitert.“ Montags bis freitags öffnet die Station von 16 bis 18 Uhr ihre Pforten für alle Testwilligen sowie am Sonnabend und Sonntag von 9 bis 11 Uhr.

Kein Testservice mehr in der Fallstein-Apotheke

Der Veranstaltungsmanager sagt, dass die Tests weiterhin kostenlos und ohne Voranmeldung für alle, auch außerhalb der Einheitsgemeinde Wohnende, zur Verfügung stehen.

„Der Standort im alten Schulgebäude auf dem Stephani-Kirchhof und die Abläufe bleiben gleich“, teilt er mit. Eine Sache gibt es jedoch, die sich in dieser Woche in Osterwieck ändert. Die Testmöglichkeiten in der Fallstein-Apotheke entfallen ab sofort, gibt Leiter Lutz Leupold bekannt. Bisher hat die Apotheke an den Schließtagen in der Woche ein Zusatzangebot gemacht, was nun nicht mehr nötig sei angesichts der erweiterten Öffnungszeiten im Testzentrum.

Bürgermeisterin Ingeborg Wagenführ (Buko) ist froh über den Ausbau der Testkapazitäten in der Ilsestadt und sagt mit Blick auf die bevorstehenden Öffnungen von Gastronomie und Freibädern: „Wir möchten damit der Bevölkerung so viel Freiheit wie möglich zurückgeben.“

Neue Herausforderung für Veranstaltungsfirma

Betreiber Theuerkauf stimmt ihr zu und ergänzt: „Indem wir ein tägliches Angebot vor Ort unterbreiten, ermöglichen wir den Menschen auch, wieder Freizeitangebote wahrnehmen zu können. Wir wollen ihnen damit ein Stück Normalität zurückgeben.“ Er gehe davon aus, so der Unternehmer, das städtische Testzentrum so lange zu betreiben, wie der Bedarf in der Bevölkerung vorhanden ist.

Froh über die neue Herausforderung sagt er: „Ich freue mich, dass die Stadt Osterwieck, mir das Vertrauen schenkt, diese Aufgabe zu übernehmen.“ Der Veranstaltungskaufmann sieht darin auch eine Chance, die sich seiner Firma bietet: „Durch die lange Zeit der Ungewissheit sind uns viele Veranstaltungen im Eventwerk abhandengekommen. Da möchte ich die frei gewordenen Kapazitäten natürlich nutzen.“

Nach seinen Angaben werden über 20 Personen den Betrieb in der Teststation unterstützen. „Darunter sind natürlich die Festangestellten meiner Firma, aber auch Leute aus der Einheitsgemeinde Osterwieck, die bei der Arbeit im Testzentrum helfen wollen. So möchten sich einige junge Leute neben ihrer Ausbildung und dem Studium etwas dazuverdienen“, schildert er.

Tester-Schulung mit dem ortsansässigen DRK

In Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen Team des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) um Leiter Frank Hachmann bereiten sich der Veranstaltungsmanager und seine Mitarbeiter auf den Start als Betreiber am Montag vor. „Am Mittwoch hat das DRK uns darin fachkundig geschult, wie wir Antigen-Schnelltest abnehmen“, so Theuerkauf. Parallel habe sein Team bereits am Mittwoch und Freitag das städtische Personal in der Teststation unterstützt.

Eine Empfehlung hat der 33-Jährige: „Ich bitte darum, sich nach Möglichkeit die PassGo-App zu installieren, bevor das Testzentrum aufgesucht wird. Das erleichtert und beschleunigt die Prozesse für alle Beteiligten vor Ort.“ Gleichzeitig weist er darauf hin, dass es für alle ohne Smartphone auch die Möglichkeit gibt, sich vor Ort mit einem Formular in Papierform zu registrieren.

Bei all der Freude über die neue Aufgabe hat der Osterwiecker jedoch einen Wunsch: „Hoffentlich ist es der letzte Sommer mit Corona.“