Halberstadt l Die grüne Welle an den Ampeln in Halberstadt ist für viele Verkehrsteilnehmer ein rotes Tuch. Trotz moderner Steueranlage, die die Stadt vor einigen Jahren angeschafft hat, funktioniert zumindest gefühlt das System nicht immer.

Das hat Gründe. Nicht nur die vielen Baustellen erschweren dem Elektronik-Gehirn die Arbeit, auch der Fakt, dass Ampelanlagen zu alt sind und erneuert werden müssen, damit sie der Verkehrscomputer vernünftig steuern kann. Ab kommenden Montag, 23. September, geschieht das im Verlauf der B 81 an der vielbefahrenen Kreuzung Friedenstraße/Spiegelstraße.

Enorme Belastung

Die Verkehrsbelastung dieser Kreuzung ist enorm. Sie wird täglich von etwa 15 800 Fahrzeugen befahren. Angesichts dessen, dass diese Zahl Ergebnis einer Verkehrszählung aus dem Jahr 2015 war, kann man wohl davon ausgehen, dass es mittlerweile deutlich mehr Fahrzeuge sind.

„Die Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt, als zuständiger Straßenbaulastträger, und die Stadt Halberstadt realisieren gemeinsam die Erneuerung der Lichtsignalanlagen im Kreuzungsbereich B  81 Friedenstraße/Spiegelstraße“, informiert Rathaussprecherin Ute Huch. Positiver Nebeneffekt des Vorhabens, die Kreisstadt muss für den Umbau nicht einen Euro berappen, weil der Bund Baulastträger und damit Geldgeber ist.

Nachrüstung

„75 000 Euro kostet die Umrüstung“ berichtet Michael Schanz, Regionalbereichsleiter West der Landesstraßenbaubehörde in Halberstadt. Zusätzlich erhält die Kreuzung auf der Spiegelstraße eine separate Linksabbiegespur in Richtung Friedenstraße. „Der Knotenpunkt ist ein Unfallschwerpunkt. Durch die Änderung der Fahrstreifenaufteilung sollen die Konfliktpunkte verringert werden. Zudem ist die Signaltechnik veraltet und muss erneuert werden“, erklärt ­Michael Schanz. In diesem Zusammenhang wird außerdem die Blindensignalisierung nachgerüstet.

Die Landesstraßenbaubehörde betreut an Bundes- und Landestraßen in Halberstadt insgesamt 23 Lichtsignalanlagen, so Michael Schanz. Deren Erneuerung sei ein laufender Prozess. Bei veralteter Signaltechnik oder geplanter Umrüstung, wird eine Erneuerung gegebenenfalls auch nur in Teilbereichen geprüft.

Einschränkungen

Insofern könne man nicht pauschal sagen, wie viele Anlagen aktuell erneuert sind. „Man ist sozusagen nie ‚fertig‘ und muss auch auf äußere Einflüsse wie Beschädigungen durch Unfälle, grundhafte Ausbauten oder entstehende ­Unfallhäufungsstellen reagieren“, sagt Michael Schanz.

Die Arbeiten an der Kreuzung Friedenstraße/Spiegelstraße dauern bis zum 30. September. Der Verkehr wird an der Kreuzung mittels einer mobilen Behelfs-Signalanlage geregelt. In diesem Zeitraum kann es kurzzeitig zu Einschränkungen im Durchfahrtsverkehr kommen, so Ute Huch.