Halberstadt/Harsleben l Am Endpunkt der rund einen Kilometer langen und extra für die Bauphase zwischen Harsleben und Halberstadt errichteten Behelfsstraße – dem Bypass – werden seit Montag Borde versetzt und ein Kurvenradius insgesamt großzügiger gestaltet.

Borde halten Last der Lkw nicht stand

Nach Angaben des Regionalchefs der Landesstraßenbaubehörde (LSBB), Stefan Hörold, hat sich im Praxisbetrieb gezeigt, dass der Kurvenradius ausgangs der Behelfsstraße beim Auffahren auf die alte B 79 von zahlreichen Lkw-Fahrern nicht sauber genommen wird. Zwar sei die Anbindung vorschriftskonform ausgeführt worden. Allerdings scheine es gerade im Begegnungsverkehr zu Engpässen zu kommen, sodass einige Brummifahrer die Kurve in Richtung Halberstadt zu knapp nehmen und dabei mit den schweren Sattelaufliegern die Borde überfahren. „Diese haben bereits der Last nachgegeben“, bestätigt Hörold entsprechende Beobachtungen von Autofahrern. Die Maximallast liege pro Achse bei zehn Tonnen.

Asphaltkeil als zusätzliche Stütze

Die Enge in der Kurve sei aber nur ein Aspekt. Da die Behelfsstraße hier den früheren Radweg quere und dieser tiefer liege, fehle den Straßenborden offenbar auch der nötige seitliche Halt. Auch auf diese Alltags-Erkenntnisse werde während der Nachbesserung reagiert, kündigt Hörold an. „Wir beabsichtigen, an dieser Stelle einen Keil aus Asphalt einzubauen, um die Druckkräfte besser aufzunehmen“, erklärt der Chef der LSBB-Regionalniederlassung in Halberstadt. Die Arbeiten sollen nach Hörolds Worten bis zum Ende dieser Woche dauern und erfolgen bei halbseitiger Sperrung mit Baustellen-Ampel.

Unterdessen gehen die Arbeiten an der Ortsumfahrung Halberstadt-Harsleben voran. Voraussichtlich Ende kommender Woche soll am B 79-Abzweig nach Westerhausen ebenfalls eine Baustellenumfahrung freigegeben werden. Über sie wird während der Bauphase bis Ende 2018 der Verkehr am künftigen Anschlusspunkt von alter und neuer Bundesstraße 79 vorbeigeleitet.