Neuenhofe l Rund eine Million Euro haben die Bauarbeiten gekostet. Das als Gemeinschaftsmaßnahme konzipierte Projekt des Landkreises Börde, der Gemeinde Westheide und des Abwasserverbandes „Untere Ohre“ Haldensleben wurde in achtmonatiger Bauzeit realisiert.

Mit 500 000 Euro für den Bau des 6,50 Meter breiten Straßenkörpers fiel das größte Los auf den Landkreis Börde. Die Arbeiten wurden durch das Magdeburger Unternehmen Werner-Bau vorgenommen. Rund 440 000 Euro hat die Gemeinde Westheide in die Hand genommen, um die Nebenanlagen zu gestalten. Dabei ging es um die Straßenbeleuchtung sowie um die Pflanzung von Bodendeckern und neue Rasenabschnitte. Gehwege und Zufahrten wurden mit grauem und anthrazitfarbenem Betonsteinpflaster gestaltet.

Für den Straßenbau und die Investition der Gemeinde flossen 80 Prozent Fördermittel des Bundes aus dem Entflechtungsgesetz. Der Abwasserverband nutzte die Gelegenheit, um Sanierungsarbeiten an der Schmutzwasserleitung durchzuführen. Daneben wurden Hausanschlüsse an den Regenwasserkanal realisiert. Die drei Partner hatten das Haldensleber Büro Proplan mit der Bauüberwachung der gesamten Maßnahme beauftragt.

Zahlreiche Neuenhofer waren am Donnerstagmorgen gekommen, um der offiziellen Verkehrsfreigabe beizuwohnen. Kinder aus der Neuenhofer Kita „Heidewichtel“ sangen ein Weihnachtslied mit modifiziertem Text: „Freude, Freude, weit und breit, endlich ist die Straße frei“. Dann griffen Landrat Hans Walker und Bürgermeister Hartmut Jahn (beide CDU) , unterstützt von „Heidewichtel“ Lorina, zur Schere und schnitten das Absperrband durch. Acht Monate lang bewiesen die Neuenhofer viel Geduld, wenn sie Umwege fahren mussten, um auf das eigene Grundstück zu gelangen oder baubedingte Behinderungen hinnahmen. Dafür bedankten sich Bürgermeister und Landrat bei allen Betroffenen. Die haben jetzt allerdings eine schmucke Straße vor der Tür.

Mit dem Ausbau auf eine Breite von 6,50 Metern können sich künftig auch zwei Lkw ungehindert begegnen. „Auf dieses Weihnachtsgeschenk der besonderen Art können alle Beteiligten stolz sein“, lobte Bürgermeister Hartmut Jahn Planer, Bauleute und die Ämter. Er wies auch auf die Geduld und Toleranz der Bauarbeiter hin, wenn immer wieder uneinsichtige Kraftfahrer über die Baustelle drängelten.

Die Neuenhofer feierten ihre „neue“ Hauptstraße nach dem feierlichen Banddurchschnitt noch mit Sekt und Schnittchen. So richtig schön dürfte die Straße im Frühjahr werden, wenn es auf den Randstreifen grünt und blüht.