Althaldensleben l Elvira Schumann kam in Magdeburg zur Welt, wuchs aber bei den Großeltern in Groß Santersleben auf. Als der Vater aus dem Krieg zurückkehrte, zog die Familie nach Haldensleben.

Dort hat Elvira Schumann einen großen Teil ihres Lebens verbracht. Sie besuchte die Mittelschule an der Maschenpromenade und erlernte den Beruf der Herrenschneiderin. Später arbeitete sie auch im Finanzamt, im Betrieb ihres Mannes und in der Zuckerfabrik.

„Dass unsere Mutter Schneiderin gelernt hat, war praktisch“, berichtet Sohn Olaf. „Sie hat die Kleider für die Mädchen selbst genäht. Und wenn Papa etwas zugenommen hatte, wurde ein Keil in die Hose genäht. Dann brauchte er keine neue.“ Ihren späteren Mann Helmut lernte Elvira Schumann schon zu Schulzeiten kennen. „Er war die erste und einzige Liebe meines Lebens“, erklärt die 90-Jährige. Ihre Verlobung feierten die beiden am 8. Juni 1948. Im November 1949 folgte die Trauung in der Haldensleber St.-Marien-Kirche. 1950 wurde mit Tochter Marlis das erste Kind geboren. 1957 folgte Tochter Barbara. 1963 beziehungsweise 1966 kamen die beiden Söhne Olaf und Guido zur Welt.

Elvira Schumanns Gatte war Mechanikermeister. Sein Betrieb bestand bis 1990. Neben ihrer Arbeit kümmerte sich Elvira Schumann um den Garten. Einmal im Monat fuhr sie zum Theater nach Magdeburg. „Aber die Familie war immer das Wichtigste“, betont die Jubilarin. Mittlerweile gibt es auch neun Enkel, zehn Urenkel und 2 Ururenkel. Entsprechend wurde der 90. Geburtstag gesellig gefeiert - und zwar bei einer Enkeltochter in Schackensleben. Zuvor schaute bereits Haldenslebens stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Wendler vorbei und überbrachte die Glückwünsche der Stadt.