Musikschule

Akkordeon-Nachwuchs hat Mutprobe in Hörsinger Stephanuskirche bestanden

Nur sehr gute und gute Noten stehen auf den Zeugnissen der Musikschüler. Die Melodika- und Akkordeon-Gruppen zeigten zum Schuljahresausklang in der Hörsinger Stephanuskirche ihr Können.

Von Carina Bosse 07.07.2021, 11:26
Meist mussten die Schüler ihren Unterricht wegen der Corona-Einschränkungen online absolvieren, doch beim Vorspiel zum Schuljahresabschluss zeigten sie in der Hörsinger Stephanuskirche ihr Können auf dem Akkordeon.
Meist mussten die Schüler ihren Unterricht wegen der Corona-Einschränkungen online absolvieren, doch beim Vorspiel zum Schuljahresabschluss zeigten sie in der Hörsinger Stephanuskirche ihr Können auf dem Akkordeon. Foto: Carina Bosse

Hörsingen - Vorbildliche Schüler in einem schwierigen Unterrichtsjahr konnte Kerstin Warnecke mit einem Abschlusszeugnis überraschen. Die Lehrerin für Melodika und Akkordeon in der Musikschule Fröhlich hatte einen Großteil des Schuljahres online mit ihren Schützlingen verbracht. „Da wir uns nicht persönlich treffen konnten, haben wir uns online am Bildschirm verabredet“, erzählt die Schwanefelderin.

Die beiden Gruppen, die sie zum Abschluss des Schuljahres zu einem Vorspiel in die Hörsinger Kirche mitgebracht hatte, brillierten durch Fleiß, Disziplin und Ausdauer. „Fast immer waren alle bei unseren Stunden anwesend“, freut sich Kerstin Warnecke über den Fleiß ihrer Schüler.

Erklären geht am Bildschirm ganz gut, zusammen spielen natürlich sehr viel weniger. Darum konnten die Musikschüler immer nur einzeln vorspielen, wenn sie sich am Bildschirm trafen. Wie gut sie geübt hatten, zeigten beim kleinen Konzert zunächst die Melodika-Gruppenteilnehmer. Der Anfängerkurs eignet sich besonders gut für Kinder ab sechs Jahre, ist doch die Melodika eine Mischung aus Blas- und Tasteninstrument und recht leicht zu erlernen. Schnell können erste kleine Lieder gespielt werden, was der Motivation in den kleinen Gruppen einen Vorschub leistet.

Unter Musikschülern sind auch Erwachsene

Die schon etwas erfahreneren Musiker setzen ihren Unterricht dann auf dem Akkordeon fort, was in Hörsingen ebenfalls eindrucksvoll in einer zweiten Gruppe vorgestellt wurde. Neben dem gemeinsamen Musizieren gab es zum Vorspiel auch gleich noch eine Mutprobe für jeden einzelnen Musikschüler. Jeder hatte sich im Vorfeld ein Lied ausgesucht, dass er solo spielen wollte. Selbst zwei Erwachsene zählt Kerstin Warnecke zu ihren Musikschülern, auch sie trauten sich, vor Publikum zu spielen. Dafür gab es nicht nur Applaus, sondern auch ein Abschlusszeugnis für die Melodika-Gruppe, ausschließlich mit sehr guten und guten Noten, wie Kerstin Warneck versicherte. Ihre Akkordeon-Schüler hatten in einem durchwachsenen Schuljahr außerordentlich fleißig geprobt und erhielten sogar fünfmal das Resultat Spitze.

Nicht umsonst hatte Kerstin Warnecke als Konzertort die Hörsinger Stephanuskirche gewählt. Die Kirchengemeinde hatte ihr nämlich die Winterkirche zur Verfügung gestellt, wenn sie gemeinsam proben durften, solange sie wegen Corona nicht im örtlichen Kindergarten spielen konnten.