Haldensleben l Bei Hermes in Haldensleben wird gestreikt. Wie Torsten Furgol von der Gewerkschaft Verdi am Donnerstagmorgen mitteilte, begann der Warnstreik Mittwochabend um 22 Uhr. Die Arbeitsniederlegung soll bis in die Nacht um 1.30 Uhr andauern. Nach Angaben des Gewerkschaftssekretärs ist die Beteiligung gut. Furgol: „Von der Frühschicht streiken etwa 150 Kollegen. Aus der Spätschicht sind Mittwochabend 50 Mitarbeiter aus dem laufenden Betrieb heraus in den Streik getreten."

Als Grund für den Warnstreik nennt Fugol das Angebot der Arbeitgeber in der aktuellen zweiten Verhandlungsrunde: "Die Arbeitgeber haben gerade mal 1,7 Prozent mehr Lohn für dieses Jahr und 1,2 Prozent für nächstes Jahr geboten. Dies liegt noch deutlich unter der Inflationsrate und das macht die Kollegen sauer"´, so der Gewerkschaftsseketär.  

Hermes gehört zum Otto-Konzern. In Haldensleben befindet sich das sogenannte Fulfilment-Zentrum. Dort werden unter anderem Waren des Otto-Konzerns gelagert und für den Versand fertig gemacht. Mehr als 4000 Frauen und Männer sind in Haldensleben beschäftigt. 700 davon seien bei Verdi organisiert, sagte Gewerkschaftssekretär Torsten Furgol.