Haldensleben/Wolmirstedt (vs) l Gleich vier Mal erwischten Polizeibeamte in der Börde an den Weihnachtsfeiertagen Autofahrer, die unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln unterwegs waren.

Am 2. Weihnachtsfeiertag (26. Dezember) war ein 28-jähriger Mann aus Leipzig mit seinem Wagen auf dem Jungfernstieg in Haldensleben unterwegs. Bei einer Verkehrskontrolle stellte sich heraus, dass er "erst kürzlich chemische Drogen konsumiert hatte", heißt es im Bericht der Beamten. Im weiteren Verlauf wurde eine Blutprobenentnahme durchgeführt und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Da seine Beifahrerin nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war, musste das Paar die Reise nach Niedersachsen mit der Bahn fortsetzen.

Am Nachmittag gegen 16.20 Uhr geriet ein weiterer Autofahrer ins Visier von Polizisten des Polizeireviers Börde. Der Mann versuchte mit überhöhter Geschwindigkeit einer Kontrolle zu entgehen, habe aber nach wenigen hundert Metern gestellt werden können, berichten die Beamten. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der 24-Jährige aus dem Mansfelder Land seinen Führerschein bereits abgeben musste. Außerdem war sein Auto nicht mehr versichert, der Wagen wurde noch vor Ort außer Betrieb gesetzt. Der junge Mann stand zudem unter dem Einfluss von Drogen und "führte ebenfalls entsprechende Substanzen mit sich". Gegen den 24-Jährigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Am späten Samstagabend wurde dann in Wolmirstedt auf der Rogätzer Straße ein 45-jähriger Autofahrer angehalten. Der Kontrollierte hatte ebenfalls erst kurz zuvor chemische Drogen konsumiert, berichtet die Polizei. Nach einer Blutprobenentnahme wurde gegen den Mann ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Er muss nun mit einem Fahrverbot rechnen.

Schließlich fiel dann in den frühen Morgenstunden in der Nacht zu Sonntag noch ein Autofahrer zwischen Jersleben und Elbeu auf. Bei der folgenden Kontrolle gab der Mann zunächst falsche Personalien an. "Dies brachte dem 39-jährigen eine zusätzliche Ordnungswidrigkeitenanzeige ein", heißt es im Polizeibericht. Sein Wagen war außerdem nicht zugelassen und die amgebrachte Plakette verfälscht. Den 39-Jährigen erwarten nun gleich mehrere Strafverfahren - unter anderem wegen Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Fahren unter Betäubungsmitteln. Bei der weiteren Bearbeitung des Falles gab es dann noch eine Überraschung: Gegen den Mann lag auch noch ein Haftbefehl vor.