Landtagswahl

CDU-Kandidat Tim Teßmann holt Direktmandat im Wahlkreis Haldensleben

Tim Teßmann zieht als Direktkandidat der CDU für den Wahlkreis 7 Haldensleben in den Landtag ein und übertrifft die Wahlergebnisse von 2016. Auf Platz zwei landete AfD-Kandidat Markus Motschmann - das Kopf-an-Kopf-Rennen blieb damit aus. Die Wahlbeteiligung stieg auf 60,52 Prozent.

Von Juliane Just und Theo Weisenburger
Punkt 18 Uhr wurden im Landratsamt des Landkreises Börde in Haldensleben die Briefwahlurnen ausgekippt. Zeitgleich begann die Auszählung der Stimmen in den 182 Wahllokalen des Landkreises Börde. Ausgenommen war hierbei die Stadt Oebisfelde-Weferlingen, die im Wahlkreis Gardelegen-Klötze ihre Stimme abgab.
Punkt 18 Uhr wurden im Landratsamt des Landkreises Börde in Haldensleben die Briefwahlurnen ausgekippt. Zeitgleich begann die Auszählung der Stimmen in den 182 Wahllokalen des Landkreises Börde. Ausgenommen war hierbei die Stadt Oebisfelde-Weferlingen, die im Wahlkreis Gardelegen-Klötze ihre Stimme abgab. Foto: Juliane Just

Haldensleben - Punkt 18 Uhr läutete Kreiswahlleiterin Iris Herzig die Glocke im Landratsamt und gab damit den Startschuss für die Auszählung der Stimmen im Landkreis Börde. Insgesamt 135 Wahlhelfer zählten in der Schaltzentrale die Briefwahlstimmen aus – das ging bis in die Nacht hinein. Kurz vor Mitternacht stand fest, dass alle drei Direktmandate im Landkreis Börde von der CDU gewonnen werden konnten.

Das befürchtete Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der CDU und der AfD blieb aus. Als die Hälfte der 78 Wahlbezirke im Wahlkreis Haldensleben ausgezählt waren, konnte CDU-Kandidat Tim Teßmann 39,15 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen. Der AfD-Kandidat Markus Motschmann kam zu diesem Zeitpunkt auf 24,97 Prozent der Wählerstimmen.

Teßmann bleibt einziger Landtagskandidat aus dem Wahlkreis Haldensleben

Bis zum Endergebnis verschoben sich die Zahlen bei CDU und AfD um etwa zwei Prozent. Tim Teßmann vereinte letztendlich 37,02 Prozent der Wählerstimmen auf sich. Damit zieht der CDU-Kandidat als einziger aus dem Wahlkreis 7 in den Landtag ein. Die Kandidaten von Linken und SPD hätten noch über Listenplätze in den Landtag kommen können, doch das blieb ihnen verwehrt.

CDU-Kandidat Tim Teßmann zeigte sich erleichtert vom Wahlergebnis: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass es so eindeutig wird.“ Er trete in große Fußstapfen. Dabei benennt er den vor drei Jahren verstorbenen Ralf Geisthardt, der 2016 das Direktmandat für den Wahlkreis Haldensleben holte, und Gabriele Brakebusch, damalige Gewinnerin im Wahlkreis Oschersleben und Landtagspräsidentin. „Ich stehe für eine neue Generation“, so der 31-Jährige.

AfD-Kandidat Motschmann will erneut antreten

Markus Motschmann, der als Parteiloser für die AfD in den Landtag einziehen wollte, zeigte sich enttäuscht: „Man tritt natürlich an, um zu gewinnen.“ Er konnte insgesamt 23,62 Prozent der Erststimmen des Wahlkreises Haldensleben auf sich vereinen. Doch er betont, es sei sein erster Anlauf für einen Sitz im Landtag gewesen. Bei Landtagswahl in fünf Jahren wolle er erneut „angreifen“.

Sein Landtagsmandat hat Guido Henke (Die Linke) zwar verloren – auch über die Liste wird er nicht in den Landtag einziehen, doch der Politik wird der Haldensleber Stadtratsvorsitzende erhalten bleiben. Henke kündigte an, im kommenden Jahr für das Amt des Bürgermeisters kandidieren zu wollen.

SPD-Frau Zacharias zeigt sich enttäuscht

Enttäuscht zeigte sich SPD-Frau Katharina Zacharias. „Ich hatte mir mehr erhofft“, sagte sie und verwies auf den Corona bedingt erschwerten Wahlkampf. Doch immerhin liege sie mit ihrem Ergebnis über dem der SPD im Land. „Ich habe alles getan. Ich muss mich vor niemandem verstecken.“

Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis 7 lag bei 60,52. Damit haben zwei Prozent mehr Wähler ihre Stimmen im Vergleich zur Landtagswahl 2016 abgegeben (58,3 Prozent). Mit über 20 000 eingegangenen Kuverts war die Briefwahl deutlich höher als noch 2016 mit 9,02 Prozent.