Haldensleben l Der Landkreis Börde ist vorbereitet. Das ist die Botschaft, die Landrat Martin Stichnoth dieser Tage aussenden will. „Wir wollen beruhigend auf unsere Bevölkerung wirken, aber dennoch mit Nachdruck auf die Regeln des Infektionsschutzes aufmerksam machen“, betont er. Die Corona-Prävention, versichert Stichnoth, sei derzeit auch im Landkreis Börde „oberstes Gebot“.

Doch wie ist der Landkreis vorbereitet auf das Virus? Da sind zum einen die Schulen, Museen und Verwaltungsgebäude des Kreises. Stichnoth kündigt an, kurzfristig alle Eingänge und Sanitäranlagen mit Spendern für Desinfektionsmitteln auszurüsten. Zudem seien Reinigungsfirmen angewiesen, verstärkt Türklinken und Handläufe zu säubern. Das Gesundheitsamt soll kurzfristig für Zeiten außerhalb der regulären Dienstzeit und am Wochenende einen gesonderter Bereitschaftsdienst einrichten. Dieser sei im Ereignisfall der erste Ansprechpartner für die Einsatzleitstelle, um Sofortmaßnahmen einzuleiten, heißt es in der Mitteilung des Landrats.

„Wir sind vorbereitet, um bei einem möglichen Ereignisfall nach vorgegebenen Checklisten zu handeln“, betont Stichnoth. Im Augenblick liege der Fokus allerdings auf Prävention, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.

Im Haldensleber Rathaus sieht man das ähnlich. Seit Freitag hängen dort Hinweiszettel an den Türen, die dazu auffordern, das Händeschütteln zu vermeiden. Sabine Wendler, die stellvertretende Bürgermeisterin, hatte schon am Donnerstagabend im Hauptausschuss betont, man wolle das Übertragungsrisiko klein halten. Auf den Fluren und Toiletten stehe deshalb Desinfektionsmittel bereit. Mundschutzmasken seien bestellt, so Wendler.

Dass man gut vorbereitet sei, versichert auch das Haldensleber Ameos-Klinikum. Man habe ein „Expertenteam“ gebildet, das zentrale Fragen im Zusammenhang mit dem Coronavirus behandele und Maßnahmen koordiniere, heißt es in einem Schreiben des Klinikums. „Das Wichtigste in der aktuellen Situation ist eine sorgfältige klinische Ersteinschätzung und eine sich anschließende gezielte Diagnostik“, teilt das Klinikum weiter mit. Sollte es zu einem Fall kommen, würde der betroffene Patienten sofort von Nicht-Betroffenen getrennt und in isolierten Räumen behandelt. Grundsätzlich stimme sich das Klinikum dabei mit dem Kreisgesundheitsamt und den Landesbehörden ab.