Umwelt

Das Wasser fließt wieder

Neue Pumpe ersetzt in Wellen ihren defekten Vorgänger

Von Constanze Arendt-Nowak
Gemeinsam nahmen Ortsbürgermeister René Stürmer und Bürgermeisterin Steffi Trittel die neue Pumpe offiziell in Betrieb.
Gemeinsam nahmen Ortsbürgermeister René Stürmer und Bürgermeisterin Steffi Trittel die neue Pumpe offiziell in Betrieb. Foto: Constanze Arendt-Nowak

Wellen

Historisch gesehen, gehört die Pumpe unweit des Feuerwehrhauses schon sehr lange zum Gesicht der Ernst-Thälmann-Straße in Wellen. Nach Aussage alteingesessener Wellener hat sie schon vor 1970 an diesem Platz gestanden und mancher hat hier sein Wasser für den Haushalt hergeholt. Mancher beschwerliche Kraftakt über steile Wege wurde dafür in Kauf genommen.

Aber die Zeit hatte auch ihre Spuren hinterlassen, wie Ortsbürgermeister René Stürmer zu berichten weiß. „Der Zylinder war gerissen und der Schwengel defekt, Wasser floss nicht mehr“, führte er die Schäden auf, die eine Instandsetzung unumgänglich machten. Die Pumpe sollte auf jeden Fall erhalten werden.

„Wasser und Wellen passt gut zusammen, das sieht man auch am Wappen“, sagte Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel bei der offiziellen Inbetriebnahme der neuen Pumpe. Im 1996 genehmigten Wappen von Wellen sind neben einem Bundschuh sechs Wellenleisten zu sehen, die an Wasser erinnern. Alles ist in den Farben blau und silber gehalten. Nach Wunsch der Bürgermeisterin und des Ortsbürgermeisters soll in Wellen jetzt jeden Tag der „Tag des Wassers“ begangen werden können, auch wenn es mit der Inbetriebnahme der Pumpe zum eigentlichen „Tag des Wassers“ am 22.?März nicht geklappt hat.

Das Wasser läuft jetzt, wie René Stürmer demonstrierte. Ermöglicht hat das die Gemeinde Hohe Börde, die die Finanzierung übernommen und einer Fachfirma den Auftrag erteilt hat. „Im Vorfeld haben wir im Ortschaftsrat über das Pumpenmodell abgestimmt und uns für die Dorfpumpe entschieden, die allen gefallen hat“, so der Ortsbürgermeister. Seiner Meinung nach diene die Erneuerung der Pumpe der Verschönerung des Ortes. Eine weitere Pumpe am Bürgerhaus ist in der jüngsten Vergangenheit in Eigeninitiative bereits erneuert worden, zwei weitere sollen folgen. „Ich finde es gut, wenn sich auch die Orte, die keine Schulstandorte sind, bemühen, die ländlichen Strukturen zu erhalten“, erklärte Steffi Trittel.

René Stürmer wies darauf hin, dass mit Inbetriebnahme der neuen Pumpe auch alte Traditionen wieder aufleben können. Jeder darf hier Wasser beispielsweise zum Blumengießen holen.