Kämkerhorst/Mannhausen l Dem großen Krabbeln der Wasserwelt auf der Spur waren 47 kleine und große Forscher beim Tümpeln in Kämkerhorst. Damit kein Gedränge entstand, teilten die Mitarbeiter der Naturparkverwaltung Drömling die Gäste in Gruppen auf. Bevor die Expedition ins Wasserreich los ging, schlüpften Naturfreunde in lange Gummihosen samt Stiefel. In der Ohre kescherten die Besucher gemeinsam mit Ranger Ulf-Gerd Damm viele interessante Wasserlebewesen heraus, zum Beispiel kleine Flusskrebse, Stichlinge, Ruderwanzen, Köcherfliegenlarven, Rückenschwimmer sowie verschiedene Käfer und Libellenlarven. Im Rahmen des Tümpeltages ist es schon eine Seltenheit, Flusskrebse und Stichlinge im Metallkescher zu haben.

„Die Ohre ist voll mit kleinen Tierchen, ihr müsst nur genau hinschauen!“, ermunterte Damm die Mädchen und Jungen zur Erforschung der Wasserwelt. Die Kinder waren mit ihren Familien zum Tümpeln nach Kämkerhorst gekommen. Damm erklärte, wie sie die winzigen Tiere aus dem Wasser holen, ohne sie zu verletzen. Wie kleine Monster sahen die Gelbrandkäferlarven und Wassermilben unter dem Vergrößerungsglas aus. Zu den Supertalenten der Wasserwelt gehört der Taumelkäfer. Dieser Käfer taucht nur knapp zur Hälfte ins Wasser. Bemerkenswert sind die Augen, die gleichzeitig über und unter Wasser sehen können. Bei Gefahr tauchen die Käfer blitzschnell unter. Sie können auch sehr gut fliegen und so neue Gewässer besiedeln. Diese und noch viele andere Geheimnisse lüfteten Naturexperten des Drömlings.

Farbenfrohe Libellen bestaunt

Der siebenjährige Til aus Haldensleben zeigte stolz eine Molchlarve, die er in seinem Kescher hatte. Vorsichtig setzte der Junge das Tier, nach dem alle Kinder es bewundert hatten, wieder ins Wasser. Anke Lutze aus Haldensleben und Verena Treichel aus Kunrau absolvierten ein Praktikum im Rahmen ihrer Ausbildung zur zertifizierten Waldpädagogin. Sie hatten mehrere Aktionen vorbereitet und mit den Kindern durchgeführt. Unter anderem sollten die Kinder und ihre Familien zuordnen, wie lange Papier, Plastik, Aluminium und andere Materialien brauchen, um zu verrotten. Die Ergebnisse hatten doch die meisten Teilnehmer in Erstaunen versetzt.

Bilder

Auch beim Storch- und Froschspiel hatten alle viel Spaß. Außerdem konnten die Besucher die farbenfrohen Libellen von Nahem bestaunen, wie zum Beispiel die Glänzende Smaragdlibelle, die zuvor Naturparkmitarbeiter Matthias Dumjahn gefangen und bestimmt hatte, um die Inte-ressierten damit zu verblüffen. Besonders die schönen grünen Augen dieser Libellenart faszinierten viele kleine und große Naturfreunde. Zur Stärkung gab es Würstchen sowie kalte und warme Getränke.

Die nächste Chance, mit der Wathose ins Wasser zu steigen, ist bereits am heutigen Sonnabend. Um 13 Uhr beginnt eine weitere Exkursion, um diesen Lebensraum zu erkunden. Ziel ist es herauszufinden, bei welcher Wasserqualität sich die Tiere wohl fühlen und warum das so ist.