Kämkerhorst/Mannhausen l Nachdem die Mütter am Frauentag Zeit für sich oder zum Feiern mit anderen Damen hatten, vergnügten sich Väter mit ihren Töchtern und Söhnen auf dem Gelände des Informationshauses in Kämkerhorst. Ulf Gerd Damm, Mitarbeiter des Biosphärenreservates, weiß genau, was Männerherzen höher schlagen lässt. Der Ranger motivierte die Väter und Großväter gemeinsam mit ihren Kindern und Enkeln an der frischen Luft zu spielen. Als erstes galt es, als Fuchs den Hasen zu fangen. Während der schlaue Fuchs sich eine List überlegte, waren die Hasen schon im Zickzacklauf auf und davon gelaufen.

„Unsere Frauen haben heute auch noch ihren Spaß. Sie fahren zum Essen. Das gönnen wir ihnen“, sagte Wolfram Heller. Der Behnsdorfer ist mit seinem Enkelsohn Elias im Drömling unterwegs. „Der Papa von Elias Papa ist krank, da bin ich als Opa eingesprungen“, erzählte Heller, der als Fuchs auf Hasenjagd ging. Der achtjährige Elias zeigt großes Interesse an der Natur, er kann viele Tiere und Pflanzen benennen. „Los immer hinterher!“, forderte Damm immer wieder die Väter auf, die langsam außer Puste gerieten. Unermüdlich schienen die Kinder. „Wie lange geht die Jagd noch?“, fragte ein Vater atemlos.

„Mehr als 100 Frauen und einige Gockel, die gegrillt haben, waren bei der Party im Dorfgemeinschaftshaus in Bülstringen, die Damen müssen heute erst mal ausschlafen“, verriet der Herr. „Meine Frau war nicht bei der Party dabei, aber sie gönnt sich heute etwas Ruhe“, verriet Markus Langer aus Bülstringen, der mit seinem Sohn Adrian den Spielspaß in der Natur mitmachte.

Bilder

Auf vier Pfoten lief Dackeldame Fränze von einem zum anderen. Die Hündin schnappte sich die abgelegten Mützen der Kinder. Das große Suchen begann. Das Herrchen von Fränze ist René Mittelstedt aus Kusey. „Wir – Merle und ich – machen heute eine Vater-Tochter-Tour“, erzählte Mittelstedt. Durch seine älteste Tochter, die die Ausbildung als Juniorranger absolviert hatte, sei die Familie zur Abschlussfeier in Kämkerhorst gewesen. Nun ist auch Merle eine echte Juniorrangerin. Beim großen Drömlingsfest in Kunrau bekam das neunjährige Mädchen ihren Juniorranger-Ausweis samt T-Shirt und Ausstattung. „Am liebsten mag ich im Drömling die vielen Tiere“, beschrieb Merle, die die ausgebüxte Dackeldame wieder einfing.

Mit dem Ranger Kraniche beobachten

Die nächste Veranstaltung des Biosphärenreservates ist die Kranichexkursion am Sonnabend, 14. März. Start ist um 15 Uhr vor dem Schloss in Kunrau. Der Drömling ist ein wichtiger Rastplatz für nordische Gänse- und Entenarten sowie für Kraniche.

Auf ihrem langen Weg vom Überwinterungsgebiet im Süden zum Brutquartier im Norden nutzen die Vögel den Drömling, um Kraft zu tanken. „Es ist ein bewegendes Naturschauspiel, wenn die Großvögel in großen Trupps auf den Feldern nach Futter suchen und sich irgendwann in die Luft begeben, um zu ihren Schlafplätzen zu gelangen. Dabei wollen wir sie beobachten“, kündigte Sabine Wieter, Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit im Biosphärenreservat, an. Im Anschluss an die Wanderung gibt es einen kostenpflichtigen regionalen Imbiss. „Da dieses Naturschauspiel witterungsabhängig ist, kann eine eventuelle Terminverschiebung notwendig werden“, sagte Sabine Wieter. Sie bittet um vorherige Anmeldung in der Biosphärenreservatsverwaltung unter Telefon 039002/850 11.