Rätzlingen l „Alle sind am Start. Es passiert heute eine Menge. Die alten Springböcke aus der Schule werden zu Reitpferden umfunktioniert“, erklärt Doreen Pätz, Leiterin der Kindertagesstätte „Drömlingsspatzen“ in Rätzlingen. Ein Lob geht an Hausmeister Hans-Heino Meuser. „Herr Meuser setzt immer unsere Ideen um. Das mit den Reitpferden hat er toll gemacht“, schwärmt die Kita-Chefin und zeigt auf die Pferdeköpfe, die der Hausmeister aus wetterfesten Platten gesägt hat. Die Pferde bekommen noch einen Sattel, Mähnen und Schweif. Dann werden die Beine einbetoniert.

Und damit die Pferde nicht der Witterung ausgesetzt sind, bauen Tobias Nettelbeck, Markus Hars und Alfred Hars den passenden Pferdestall. Nur einige Meter weiter sind Falko Behrens, Kai Müller und Norman Erxleben dabei, ein Vordach für den Bauwagen zu errichten. Im Wagen befindet sich jede Menge Werkzeug, mit dem die Kinder ganz nach ihrer Fantasie etwas bauen können. Mit dem neuen Schutzdach funktioniert das auch bei Regen oder großer Hitze. Außerdem soll am Bauwagen noch eine Wiese mit gemalten Blumen als Ruhepool entstehen.

Während die Mütter, Janin Ahrens und Rebekka Widdecke, Blumen am Fuß des Kletterturmes pflanzen, sind die Erzieherinnen und deren Helferinnen dabei, das ausgediente Sandkastenspielzeug aus dem Gartenhaus auszurangieren. Der Kasten bekommt noch neuen feinen Kies für die Spielplatzsaison. „Eine Firma für Gartenlandschaftsbau aus Wolfsburg hat uns eine Menge Pflanzen gesponsert“, zählt Doreen Plätz auf.

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Festessen als Dank

Als Dankeschön gibt es zum Abschluss des Einsatzes für alle Helfer ein kleines Festessen mit Würstchen und Salaten, die die Erzieherinnen zubereitet haben.

In nächster Zeit soll die Zuwegung zur Kindereinrichtung verbreitert und ausgebessert werden. „Von der Straße läuft das Regenwasser auf den Spielplatz. Nach der Baumaßnahme soll das Wasser vernünftig ablaufen“, beschreibt Rätzlingens Ortsbürgermeister Wilhelm Behrens (WG Sport).

Das Kita-Team erarbeitete ein Konzept, indem die anstehenden Aufgaben beschrieben sind. „Das muss jetzt alles abgearbeitet werden“, blickt der Ortschef voraus.

Dazu gehört auch eine Baumaßnahme, um die Auflagen des Brandschutzes zu erfüllen. „Nach den Brandschutzauflagen müssen zum Beispiel die Jacken, die im Flur an der Garderobe hängen, in einem Extraraum untergebracht werden. Da muss nach den finanziellen Möglichkeiten dringend eine Lösung gefunden werden“, weiß Behrens.

„Es fehlen uns die räumlichen Kapazitäten, um die Kleidung woanders hinzuhängen. Das ist unser Hauptproblem. Da müssen wir dran bleiben!“, appelliert die Kita-Leiterin.

73 Kinder besuchen die Einrichtung. Es sind 30 unter drei und 43 Kinder über drei Jahre alt. „Wir sind vollkommen ausgelastet. Wir müssen jetzt natürlich warten, dass die Schulanfänger raus gehen, damit die nächsten Kinder nachrücken“, beschreibt Doreen Pätz.

Eine Platzerweiterung wäre nach Ansicht der Erzieherinnen wünschenswert. „Die Räume im Kindergarten sind nicht sehr groß. Die hohen Kinderzahlen sind einfach da. Wir mussten auch schon Eltern absagen, weil wir nicht mehr Kinder aufnehmen konnten“, schildert die Chefin.

Der Veranstaltungsplan für 2019 ist lang. „Wir haben in diesem Jahr viel vor. Wir planen zum einen Veranstaltungen zum Kindertag und zum anderen auch einen Kaffeenachmittag zum Muttertag. Die Großeltern werden natürlich wieder zum Oma-und-Opa-Tag eingeladen. Es folgt das große Herbstfest“, blickt die Kita-Leiterin voraus.