Hermsdorf / Hohe Börde l Die Stiftung „Leben in der Hohen Börde“ und die Engagement-Drehscheibe Hohe Börde haben Ende des vergangenen Jahres begonnen, das Ehrenamt noch mehr in den Fokus zu rücken. Dazu tauschten verschiedene Interessengruppen in sogenannten Erzählwerkstätten ihre Erfahrungen und Ideen aus. Die Ergebnisse wurden in einer Abschlussveranstaltung gebündelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

In einer zweiten Phase geht es nun darum, Ideen umzusetzen und Strukturen und gegebenenfalls auch Netzwerke zu entwickeln, mit denen das ehrenamtliche Engagement gestärkt werden kann. Andere Kommunen und Institutionen gehen bereits mit guten Beispielen voran – es gibt zum Beispiel Freiwilligenagenturen oder auch Selbsthilfegruppen. Diese stellte die Moderatorin und Demografie-Expertin Kerstin Schmidt bereits in einer ersten Veranstaltung im Oktober vor. Aber welche der Strukturen eignet sich nun für das Ehrenamt in der Hohen Börde?

Erste Strukturen sind bereits erkennbar

In der Diskussion wurde beispielsweise festgestellt, dass einige Strukturen und Vernetzungen bereits vorhanden sind. Als Beispiele wurden die Landjugend, die „Tour de Börde“ oder auch Stammtische der Vereine genannt. Um die Qualität der Vereinsarbeit in der Hohen Börde weiterzuentwickeln und zukunftsfähig aufzustellen, wären gemeinsame Fortbildungen ein Lösungsansatz, ebenso wie die Abstimmung von Veranstaltungsterminen.

Dennoch sind Fragen wie „Wie kann das bestehende Engagement aufrechterhalten werden?“, „Wie können Veranstaltungen in der Hohen Börde auch überörtlich durchgeführt werden?“ oder „Wie kann die Vereinsarbeit durch Netzwerke und Strukturen verbessert werden?“ längst nicht abschließend geklärt. Ebenso sind unter anderem die Intensivierung des Erfahrungsaustausches und die Darstellung der Region als Ganzes Themen, die für die Zukunft von Bedeutung sind. All das bildet die Basis für weitere Diskussionen in Form von Bürgerdialogen.

Gesprächsrunde offen für alle

So laden die Engagement-Drehscheibe Hohe Börde und die Stiftung „Leben in der Hohen Börde“ am Dienstag, 14. November, zum nächsten Bürgerdialog über das ehrenamtliche und freiwillige Wirken in der Gemeinde ein. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr im Mehr-Generationen-Haus Hermsdorf, das Ende ist für 20 Uhr geplant. Vor allem soll diesmal mit der Moderatorin Kerstin Schmidt nach optimalen Plattformen und konkreten Projekten für die Hohe Börde gesucht werden.

Die Veranstaltung soll allen interessierten Bürgern offenstehen. Besonders angesprochen fühlen dürfen sich aber Akteure aus den Ortschaften der Gemeinde Hohe Börde, die sich als Einzelpersonen, in Vereinen, Kirchengemeinden, in der Flüchtlingshilfe, bei sozialen Projekten, in der Kommunalpolitik und in gemeinnützigen Organisationen freiwillig engagieren.