Naturlehrpfad

Eine Erkundungstour durch das Reich der Vögel in Flechtingen

Es singt die Nachtigall ihr schönstes Lied, Amsel und Drossel stimmen ein. Diese und noch andere heimische Vögel bis hin zum Raubvogel Rotmilan sind nicht nur Straßenbezeichnungen im Wohngebiet Teichwiesen, sondern seit neuestem auch Bestandteil eines Naturlehrpfades durch das Wohngebiet am Rand von Flechtingen.

Von Carina Bosse
Die Schüler der Klasse 3b der Grundschule machte sich auf Erkundungstour durch den Naturlehrpfad im Flechtinger Wohngebiet Teichwiesen.
Die Schüler der Klasse 3b der Grundschule machte sich auf Erkundungstour durch den Naturlehrpfad im Flechtinger Wohngebiet Teichwiesen. Foto: Carina Bosse

Flechtingen - Der Rotmilan gehört zu den bekanntesten Raubvögeln in unseren Breiten. Gerade in Sachsen-Anhalt hat sich ein Großteil seiner deutschen Population niedergelassen, denn die Landschaft mit Wiesen, Feldern, Wäldern, Seen, Flüssen und Siedlungen gefällt ihm für seine ausgedehnten Beutezüge.

Seine Flügel können ausgebreitet bis zwei Meter lang werden. Er kann jährlich zwei bis drei Eier legen und nach 30 Tagen Brutzeit schlüpfen die Küken. Mäuse, Vögel, Hamster, Fische, Frösche und andere Reptilien zählen zu seiner Beute. Dies alles und noch viel mehr gibt es jetzt in Flechtingen direkt vor der Haustür nachzulesen.

Tierische Nachbarn

Wer im Wohngebiet Teichwiesen in Flechtingen zu Hause ist, hat es neben dem Rotmilan auch mit Amsel, Drossel, Rotkehlchen, Bachstelze, Buchfink, Kuckuck und Nachtigall zu tun. Die Straßennamen sind nämlich nach Vögeln aus heimischer Natur benannt. 

Im Zuge des Projektes „Das ganze Dorf als Spiellandschaft - Der Kurort als Erlebnisraum“ gibt es nun einen weiteren Höhepunkt in eben diesem Wohngebiet: einen Vogel-Erlebnispfad. In einem Rundgang durch das Wohngebiet steht quasi an jeder Ecke eine Informationstafel mit einem der Vögel, der auf dem Straßenschild darüber zu lesen ist. Was zeichnet ihn aus? Was macht ihn so besonders? Wo ist er zu finden, wann brütet er? 

Sogar, wie er klingt, kann erkundet werden, wenn man ein Handy dabei hat und die Vogelstimmen im Internet aufruft. Entsprechende Hinweise finden sich auf jeder Tafel.

Die Gemeinde Flechtingen hat sich große Mühe gegeben, den Vogel-Lehrpfad ansprechend, abwechslungsreich und wetterbeständig zu errichten.

Die Klasse 3b der Grundschule Flechtingen hatte das große Vergnügen, als eine der ersten Gruppen auf den Spuren der gefiederten Mitbewohner zu wandern. Bürgermeister Tim Krümmling, Abteilungsleiterin Kur und Tourismus Kora Duberow, Naturfreund Karsten Fügner und Klassenleiterin Diana Herrmanns gehörten zu den ersten Erwachsenen, die mit den Schülern die Runde absolvierten. 

Die Lehrerin hatte schon im Vorfeld von ihren Schülern bekannte Vögel malen beziehungsweise ausmalen lassen, die nun beim Naturlehrpfad Thema sein sollten. 

Spannung beim Vogelquiz

Mittels einer vorbereiteten Straßenkarte vom Wohngebiet konnten alle insgesamt neun Stationen entdeckt werden, wobei eine der Stationen mitten auf dem Erlebnispfad ein Vogelquiz beinhaltet. Die Reihenfolge des Rundganges kann frei bestimmt und von beiden Seiten der Einfahrten in das Wohngebiet erkundet werden.

Besonders beim Vogelquiz, einer der neun Stationen des Naturlehrpfades, wird es spannend, und jeder kann mitknobeln. Dort gibt es noch viel mehr Vögel, deren Namen anhand eines Bildes sowie einer kurzen Beschreibung erraten werden können. Wenn es mal zu knifflig wird mit der Lösung, auch daran hat die Gemeinde gedacht, stehen die Lösungen auf der Rückseite der Info-Tafel und können nachgelesen werden.

„Ich bin ganz begeistert von dem Angebot“, sagt Diana Herrmanns. An der letzten Station für diesen Tag, dem Rotkehlchen, gibt es ein Eis. Eine der Schülerinnen ist nämlich in den Teichwiesen zu Hause und deren Mutti hatte für jeden eine leckere Erfrischung bereit.