Haldensleben l Es sind ganz besondere Sommerferien gewesen für viele Schulen. Nehmen wir die Evangelische Sekundarschule. Britta Meyer, die stellvertretende Schulleiterin, sagt: „Die Vorbereitung war intensiver als in den vergangenen Jahren“. So habe die Schule nicht nur ihr Schutzkonzept gegen Corona überarbeitet, sondern auch digital aufgerüstet.

Die Schule verfügt nun über eine Cloud, eine digitale Datenwolke, auf die Lehrer und Schüler im Falle eines erneuten Lockdowns zugreifen und Unterrichtsmaterial austauschen können. In den Ferien seien die Lehrer zum Umgang mit der neuen digitalen Schulplattform geschult worden, berichtet Meyer. Schon jetzt könnten sie die Plattform für den Unterricht verwenden.

Die Schulcloud ist nur eine von vielen Neuerungen des heute beginnenden Schuljahres. Teil des Alltags bleibt an der Evangelischen Sekundarschule hingegen die Maske. Wie Meyer berichtet, werde die Maskenpflicht auf den Schulfluren dort auch nach den ersten beiden Schultagen Bestand haben. Draußen müssten die Schüler hingegen keine Maske tragen. Auch während des Unterrichts entfällt die Maskenpflicht nicht grundsätzlich. So dürften Lehrer, die zur Risikogruppe gehören, darauf bestehen, dass während ihrer Unterrichtsstunden Maske getragen werde, erläutert Meyer.

Vier Eingänge

Aufgehoben ist an der Evangelischen Sekundarschule das Einbahnstraßenprinzip, bei dem sich Schüler in einigen Gebäudeteile nur in eine Richtung bewegen können. Stattdessen habe die Schule nun vier Eingänge, die von unterschiedlichen Gruppen genutzt würden, erläutert Meyer. Inwieweit das neue Konzept zu verbessern sei, werde nach der ersten Schulwoche geprüft, sagt die stellvertretende Schulleiterin.

An der Ohre-Schule in Uthmöden soll die Maskenpflicht im Schulgebäude ebenfalls über die ersten beiden Schultage hinaus bestehen. Im Unterricht müssen die Schüler die Maske ebenfalls griffbereit haben. Denn wenn der Lehrer zum Platz des Schülers komme, um individuelle Hilfe anzubieten, müssten beide eine Maske tragen, berichtet Kerstin Wiergowski, die Schulleiterin. Mitzubringen seien die Masken von den Schülern. Wer sie jedoch vergessen habe, bekomme von der Schule eine ausgehändigt, berichtet Wiergowski.

Darüber hinaus findet der Unterricht an der Ohre-Schule weiter in getrennten Gruppen mit fest zugeordneten Lehrern statt. Auch während der Pausen auf dem Schulhof seien die Gruppen voneinander getrennt, sagt die Schulleiterin.

An der Erich-Kästner-Grundschule werden die rund 270 Schüler in zwei Gruppen getrennt. Beide hätten unterschiedliche Pausenzeiten, erläutert Karoline Vehmeier, die stellvertretende Schulleiterin. Die Maskenpflicht soll an der Kästner-Schule ab Mittwoch entfallen. Dann haben auch die Erstklässler ihre ersten beiden Schultage hinter sich. Ihre Einschulungsfeiern haben sie am kommenden Sonnabend. Wie Vehmeier berichtet, könnten dieses Jahr pro Kind nur zwei Familienmitglieder an der Feier teilnehmen. Auch auf die Einhaltung des Mindestabstands wollten sie an ihrer Schule achten, betont Vehmeier. Sie gibt jedoch zu bedenken: „Wir haben es hier mit kleinen Kindern zu tun, da ist das schwierig“.