Kathendorf l Voller Tatendrang machen sich Laura Schippert und Daniel Richter-Schippert mit ihren drei Kindern, Jarla,Lu und Ilvi, auf den Weg zum Kathendorfer Sportplatz. Die Familie möchte am Ortsrand einen Obstbaum für den jüngsten Spross der Familie pflanzen. Auf die Idee, jedes Jahr für die Neugeborenen einen Baum zu setzen, kam die Ortsbürgermeisterin Sabine Wieter. Sie engagiert sich nicht nur dienstlich im Biosphärenreservat Drömling für Artenvielfalt, sondern sie hat auch privat ein großes Herz für die Natur und im Besonderen für Bienen. Familie Schippert liebt die Natur und ließ sich nicht lange bitten. Während der Vater zum Spaten greift, um das Loch für den Baum zu graben, erzählt die Mutter: „Der Name Ilvi bedeutet die kleine Wölfin. Sie ist am 12. Juli diesen Jahres geboren.“

Einen heißen Draht haben die Schipperts zum kinderbringenden Klapperstorch, denn auf ihrem Grundstück nisten die Kathendorfer Adebars. Ilvi ist zuhause geboren. „Die He-bamme hat sich gefreut, denn am Tag nach der Geburt saßen auf dem Dach der Scheune drei Jungstörche“, erinnert sich die dreifache Mutter. Die Familie ist vor dreieinhalb Jahren nach Kathendorf gezogen und fühlt sich sichtlich wohl. „Wir haben hier Freunde gefunden. Es gibt einige gleichaltrige Kinder im Ort“, freut sich Laura Schippert und verrät, dass ihre drei Töchter innerhalb von zwei Wochen Geburtstag haben. Das sei sehr praktisch, denn dann kann die Dekoration samt Girlanden immer gleich hängen bleiben.

Dritter Baum der Aktion

Es ist der dritte Baum im Rahmen der Aktion. Stefanie und Fabrice Wentland pflanzten mit ihrem fünfjährigen Sohn Lio einen Apfelbaum für Fino, der am 19. Oktober geboren wurde. Sabrina Greco und Sven Jagalla setzten mit Hilfe ihrer dreijährigen Tochter Sophia einen Baum für Selina, die am 29. Juni das Licht der Welt erblickte.

Bilder

Jetzt wird Baum Nummer drei gesetzt. „Es ist ein Kirschbaum“, erklärt die Ortsbürgermeisterin. Ihr Mann Frank Wieter appelliert an die jungen Familien, dass Mitte 2022 die Reihe am Sportplatz mit Bäumen bepflanzt sein soll. „Wir brauchen die Bäume als Windschutz und das Obst für die Gläser im Keller. Deshalb schalten wir ab dem 1. Januar das Fernsehen ab“, sagt Wieter feixend.

Während die fünfjährige Jarla den Baum mit Wasser aus der Kanne gießt, schaut sich ihre dreieinhalbjährige Schwester Lu die Pflanzaktion vom Kinderwagen aus an. Mit großem Holzhammer schlägt der Vater der drei Mädels die Pfähle zur Stabilität des jungen Baumes in den Boden.  „Ich wünsche mir, dass die Babys und die Bäume gut gedeihen – also groß und stark werden“, sagt Sabine Wieter. Später sollen an den Bäumen noch hölzerne Schilder mit den Vornamen und den Geburtsjahren angebracht werden.