Demonstration

In Etingen und Wegenstedt haben Radler für mehr Sicherheit demonstriert

Bürgerinitiative kritisiert, dass Maßnahmen zu den geplanten Vorhaben noch nicht ausgeschrieben sind

Von Anett Roisch
Durch Etingen radeln Mitglieder der Bürgerinitiative und deren Freunde. Ziel der Tour ist der Dorfteich in Wegenstedt.
Durch Etingen radeln Mitglieder der Bürgerinitiative und deren Freunde. Ziel der Tour ist der Dorfteich in Wegenstedt. Foto: Anett Roisch

Wegenstedt/Etingen - Am Dorfteich in Wegenstedt endete die jüngste Fahrrad-Demo der Bürgerinitiative (BI) „Pro Radweg“. 83 Frauen, Männer und Kinder waren von Rätzlingen über Kathendorf und Etingen nach Wegenstedt geradelt, um ihrem Ziel, dem Bau eines sicheren Radweges entlang der Landesstraße (L) 24 von Oebisfelde bis Wegenstedt, Nachdruck zu verleihen. Am Ufer des Teichs begrüßte Gerhard Reinecke (CDU) als Ortsteilbeauftragter von Wegenstedt und als Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe „Rund um den Drömling“ die Mitglieder der BI und deren Freunde.

Herzlich und mit einem kleinen Imbiss empfangen wurden die „Pedalritter“ auch von zahlreichen Bewohnern und Mitgliedern des Bürger- und Heimatvereins Wegenstedt.

„Wann geht es endlich mit dem Radwegebau los?“, wollten die Radler wissen, die seit vielen Jahren gemeinsam und unermüdlich für den Radweg entlang der L 24 viele Kilometer zurücklegen, um auf ihr Vorhaben aufmerksam zu machen.

Friedrich Widdecke aus Etingen, Mitglied der BI, informierte über ein Gespräch, das er mit Mitarbeitern des Bauamtes der Stadt Oebisfelde-Weferlingen geführt hatte. „Die Vorbereitungen für den Abschnitt von Rätzlingen nach Kathendorf sind auf dem Weg. Dieses Teilvorhaben soll in diesem Jahr noch realisiert werden“, berichtete Widdecke. Allerdings wies der Etinger kritisch darauf hin, dass die Baumaßnahmen für den Radweg noch nicht ausgeschrieben seien. „Auch die Vorbereitungen für den nächsten Abschnitt von Etingen nach Wegenstedt laufen viel zu schleppend“, sagte Widdecke. Aus seiner Sicht müsste deshalb immer wieder durch Demos auf die dringende Notwendigkeit einer sicheren Radpiste hingewiesen werden.

Gemeinde Calvörde möchte die Initiative unterstützen

Gerhard Reinecke dankte in Vertretung von Calvördes Bürgermeister Volkmar Schliephake (CDU) allen Teilnehmern für ihren Einsatz und der Bürgerinitiative für ihren langen Atem. Reinecke sicherte der BI die Unterstützung der Gemeinde Calvörde zu. Brigitte Dobbelmann aus Rätzlingen, Sprecherin der BI, dankte den Hortkindern der Rätzlinger Schule, die Schilder und Plakate gestaltet hatten. Die Kinder malten Motive mit ihren Forderungen nach einem sicheren Fahrradweg.

Überaus zufrieden mit der Fahrrad-Aktion zeigte sich auch Jörg Lauenroth-Mago, Sprecher der BI. „Die Polizei sorgte heute dafür, dass der Fahrradverband nicht von ungeduldigen Auto- oder LKW-Fahrern überholt wurde. Endlich mal ohne Angst und entspannt auf der L 24 Fahrrad zu fahren, war sicher für alle eine große Wohltat“, sagte der Rätzlinger.

Der Abend in Wegenstedt klang bei Grillwürsten und vielen Gesprächen gemütlich aus. Alle waren sich einig, dass diese Raddemo erneut ein wichtiges Signal für den straßenbegleitenden Radweg gesetzt hat. „Alle stimmen überein, wir brauchen bessere Bedingungen für Radfahrer. Wir werden nicht locker lassen, dafür zu kämpfen“, versicherte Jörg Lauenroth-Mago.

Helga Willecke aus Bösdorf, Mitglied der Initiative, kündigte die nächste Raddemo für Freitag, 25. Juni, an. Der Start ist um 18 Uhr am Dämmchen in Oebisfelde. Entlang der L 24 geht es dann nach Bösdorf.