Althaldensleben l „Das Jahr 2019 wird für uns einige Aufgaben und Überraschungen in petto haben“, erklärte Martin Stichnoth als Landrat und Kreisvorsitzender. „Die CDU in der Börde stand in den letzten Jahren für eine kontinuierliche und verlässliche Arbeit.“ Das gelte es fortzusetzen. „Jeder hat unterschiedliche Vorstellungen davon, was das Ideal ist“, so der Landrat. Doch solange Straßen gebaut, Schulen saniert und Fördermittel bewilligt würden, befinde man sich auf einem guten Weg.

Martin Stichnoth begrüßte die Anwesenden zusammen mit den beiden stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Kerstin Hasselmann und Claus-Christian Kühne. Darüber hinaus bedankte er sich beim Hausherrn der Alten Fabrik Kurt Hegner, bei dem die Neujahrsempfänge schon seit Langem stattfinden.

Landkreis ragt hervor

In seiner Rede legte Stichnoth den Fokus ganz auf die Kommunalwahl am 26. Mai. Erfolge müsse man selbst erarbeiten, betonte er. Bei der Vergabe von Stark-III-Fördermitteln rage der Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt beispielsweise heraus. Kaum ein anderer Landkreis habe so viele Zuwendungen aus diesem Topf erhalten. Das sei ein Zeichen für ein erfolgreiches Engagement vor Ort. Im Hinblick auf die bisherige Arbeit erklärte Stichnoth: „Ich bin überzeugt, dass wir das als CDU in den nächsten Jahren ebenso erfolgreich fortführen können.“

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Gleichzeitig rief er dazu auf, dass so viele Menschen wie möglich zur Wahl gehen müssten. „Es gibt natürlich auch die Wahl, zu Hause zu bleiben. Aber dann verändert man nichts“, so der Landrat.

Nicht zuletzt ermahnte er die Anwesenden: Verbindliche Aussagen seien wichtig in der Politik. „Es ist mein fester Wille und mein Wunsch, dass wir zusammenstehen und mit klarer Stimme nach außen sprechen.“ Es habe Zeiten gegeben, in denen das nicht so war. Doch das sei nicht förderlich für eine starke, innovative Entwicklung des Landkreises. „Wenn wir etwas verändern wollen, dann lasst uns das im direkten Dialog tun und nicht in allgemeinen Aussagen wie ‚Man müsste mal‘“, betonte Stichnoth.

Themen, die für Menschen wichtig sind

Zu den Teilnehmern gehörte auch Innenminister Holger Stahlknecht als Landesvorsitzender der CDU. Er widmete sich in Sachen Kommunalwahl vor allem der inhaltlichen Schwerpunktsetzung. Die CDU müsse sich mit Themen beschäftigen, die den Menschen wichtig seien. Dazu gehörten unter anderem Schulen, Kindergärten, Breitband-Internet, ärztliche Versorgung, Straßen, Einkaufsmöglichkeiten und eine bezahlbare Pflege.

Was die Bürger nicht interessiere, sei ein Schwerpunkt auf gendergerechter Sprache. Auch das viel diskutierte Thema Elektromobilität betreffe viele Menschen nicht, weil sie sich ein Elektro-Fahrzeug schlicht nicht leisten könnten.

„Wenn beim Bürger der Eindruck entsteht, dass diejenigen, die politische Verantwortung tragen, sich nur noch im Minderheiten kümmern, müssen wir uns nicht wundern, wenn sie nicht zur Wahl gehen oder die AfD wählen“, sagte der Minister. Darüber hinaus widmete sich Stahlknecht der Europawahl, die ebenfalls am 26. Mai stattfindet. „Europa garantiert uns Frieden und Freiheit“, hielt der Minister fest. Dabei gehe es nicht nur um Reisefreiheit und freien Handel.

Europäische Union als Garantie für Frieden

Die ältere Generation habe den Krieg und seine Folge teilweise noch direkt erlebt. Doch für junge Menschen sei das „sehr weit weg“. Die Europäische Union sei jedoch ein „Garant dafür, dass die nachfolgenden Generationen ihr Leben gestalten können, ohne dass Tod und Vertreibung wieder Teil der Familiengeschichte werden“.

Der Generalsekretär der Landes-CDU und Europa-Abgeordnete Sven Schulze erinnerte zunächst an den verstorbenen Landtagsabgeordneten Ralf Geisthardt, der beim letzten Jahresempfang noch dabei war. Dann widmete auch er sich der anstehenden Wahl: „Es gibt die einen, die Europa zerstören und wieder zu Nationalstaaten zurückkehren wollen, und es gibt die anderen“, hielt Sven Schulze fest.

Sicher gebe es in Sachen EU viele offene Baustellen. „Aber wir wollen Dinge nicht zerstören, wir wollen sie besser machen“, betonte der Generalsekretär. Welche Bedeutung Europa habe, zeige nicht zuletzt der Brexit mit seinen möglichen negativen Folgen. Rund 20 Prozent der Unternehmen in Sachsen-Anhalt hätten regelmäßig Kontakt zu britischen Firmen. Nicht zuletzt hätten britische Unternehmen auch in Sachsen-Anhalt investiert und dadurch Arbeitsplätze geschaffen.

Zu den weiteren Gästen der Veranstaltung zählten unter anderem die Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch, der ehemalige Minister und heutige Staatssekretär Hermann Onko Aeikens, der Landrat des Landkreises Helmstedt, Gerhard Radeck, der stellvertretende Landrat des Landkreises Börde Marcus Waselewski, Anke Fricke als Kreisvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT), Mario Karschunke als Mitgliederbeauftragter der Landes-CDU, Mareike Wagner als stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende des Jerichower Landes, der Landtagsabgeordnete Guido Heuer, der Chef des Landesrechnungshofes Kay Barthel sowie Tobias Krull als Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Magdeburg. Für den kulturellen Rahmen der Veranstaltung sorgte der Saxofonist Noah-Benedikt Hahn.