Haldensleben l Das Parken ohne Parkscheibe in der sogenannten Parkraumbewirtschaftungszone in der Haldensleber Innenstadt ist nach wie vor die Mutter aller Parksünden in Haldensleben. Genau 2552 Mal haben die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes dieses Vergehen im Jahr 2018 geahndet. Damit haben sie allein für diesen Tatbestand 401 Verwarnungen mehr ausgesprochen als im Jahr zuvor.

Auch wenn an den Einfahrten zur Innenstadt Schilder auf den Tempo-30-Bereich hinweisen sowie eine zusätzliche Beschilderung deutlich macht, dass das freie Parken für zwei Stunden nur mit einer Parkscheibe erlaubt ist, wird gerade dieser Umstand von Kraftfahrern oftmals übersehen und dementsprechend gerade von Ortsfremden häufig kritisiert. Viele halten die Ausschilderung für unzureichend.

Auch das grundsätzliche Parken ohne Parkscheibe liegt weiter im Trend. Wurden im Jahr 2017 noch 1827 Falschparker gezählt, so waren es in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt 1994. Ebenfalls erhöht hat sich das Parken im eingeschränkten Halteverbot. 1245 Falschparker wurden dabei im vergangenen Jahr erwischt. 2017 waren es noch 1109.

Auch mit dem absoluten Halteverbot nehmen es viele Autofahrer nicht so genau. Im Ordnungsamt wurden für das Parken in diesen Bereich 873 Mal Strafzettel verteilt, 138 mehr als noch im Jahr zuvor. Gesunken ist dagegen die Zahl der Verwarnungen für das Parken auf dem Gehweg. 1228 Mal haben die Politessen im Jahr 2017 dieses Vergehen geahndet, 2018 waren es 1120.

Insgesamt hat sich die Zahl der Verwarnungen im Bereich des ruhenden Verkehrs erhöht. Genau 12.768 Vergehen sind 2018 gezählt worden, das Vorjahr ist mit 11.621 Verwarnungen ausgekommen. Diese Erhöhung schlägt sich auch auf die damit verbundenen Verwarngelder nieder. 2017 bescherten sie der Stadtkasse Einnahmen in Höhe von 181.775,01 Euro, für 2018 wird mit 196.100 Euro gerechnet.