Behnsdorf l Eine musikalische Einstimmung auf die Festtage bescherte der Behnsdorfer Chor Jubilate gemeinsam mit den Bläsern des Compenius-Quartetts aus Kroppendorf und einer ganzen Reihe von Gesangs- und Instrumental-Solisten am vierten Adventswochenende den Besuchern der Behnsdorfer Kirche.

Unter dem Motto „Adventsmusik im Kerzenschein“ erklangen musikalische Werke zum Hören und Mitsingen aus mehreren Epochen.

Unter der musikalischen Gesamtleitung von Matthias Spenn beeindruckte besonders die Aufführung von Max Drischners „Die Weihnachtsgeschichte“. Der Chorgesang wechselte mit gesungenen Solo-Rezitationen und instrumentalen Einlagen. Der Komponist hatte das Werk unter dem Eindruck von Krieg, Vertreibung und Flucht geschrieben und 1944 in seiner schlesischen Heimat zur Aufführung gebracht, ehe er selbst wie viele andere gen Westen fliehen musste. Wie aktuell das Thema Flucht 70 Jahre später wieder ist, zeigen täglich die Meldungen in Presse, Funk und Fernsehen.

Bei verschiedenen Programmpunkten lud der Chor die Gemeinde zum Mitsingen ein. „Macht hoch die Tür“, „Kommet ihr Hirten“ oder „Tochter Zion“ klang so vielstimmig aus den gut gefüllten Bankreihen in den Chorraum hinein.

Einzig das milde Wetter vor der Kirchentür wollte nicht so recht ins festliche Ambiente der „Adventsmusik im Kerzenschein“ passen, denn die Sitzheizungen in der Kirche spendeten fast zu viel Wärme für die Temperaturen.