Haldensleben l Das sieht die neue Gebührensatzung vor, über die in der kommenden Woche, 15. Mai 2019, im Kreistag abgestimmt werden soll. Sowohl im Kultur- und Sozialausschuss als auch im Kreisausschuss hat die Gebührenerhöhung bereits Mehrheiten gefunden.

So soll beispielsweise die musikalische Früherziehung – 45 Minuten pro Woche – jährlich 180,50 statt bisher 162,50 Euro kosten. Der Einzelunterricht für Kinder und Jugendliche steigt von 540 auf 600 Euro Jahresgebühr. Erwachsene Musikschüler zahlen statt 660 künftig sogar 744 Euro im Jahr

Orientierung am Landesdurchschnitt

Dabei orientiere man sich am Gebührendurchschnitt im Land, erklärte Andreas Baumeister, Sachgebietsleiter Kultur und Sport in der Kreisverwaltung, im jüngsten Kulturausschuss. Im Vergleich zu den Musikschulen in den anderen Landkreisen Sachsen-Anhalts läge die Börde im Mittelfeld. So kostet der wöchentliche 45-minütige Einzelunterricht beispielsweise im Landkreis Harz bis zu 912 Euro, im Altmarkkreis Salzwedel ist er bereits ab 430 Euro zu haben.

Das Geld soll in erster Linie für Personalkosten verwendet werden. Der Wegfall der Lehrerausbildung am Standort Magdeburg mache es immer schwieriger, Lehrkräfte zu finden, so Baumeister: „Alle Musikschulen im Land suchen ausgebildete Lehrkräfte und versuchen diese mit Festanstellung oder mit steigenden Stundensätzen und Nebenleistungen zu locken. Vor dieser Herausforderung stehen seit geraumer Zeit auch unsere Musikschulen.“

Bei den momentanen Schülerzahlen würden jährlich Gebühren von etwa 485.000 Euro zu erwarten sein. Das wären Mehreinnahmen von rund 62.000 Euro. Die veranschlagten Gesamtaufwendungen für die Musikschulen liegen laut Haushaltsplan bei rund 1,6 Millionen Euro. Damit liegt der Kostendeckungsgrad bei ungefähr 31 Prozent. Die letzte Gebührenerhöhung bei den Kreismusikschulen gab es vor fünf Jahren.