Haldensleben l Der Landkreis Börde wird weiterhin von einem Christdemokraten geführt. CDU-Kandidat Martin Stichnoth entschied die Stichwahl zum neuen Landrat für sich. Auf den Wolmirstedter Bürgermeister entfielen laut vorläufigem Ergebnis 70,9 Prozent der Stimmen, seine Gegenkandidatin von der SPD, Vinny Zielske, kam auf 29,1 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei 17,6 Prozent – von 147.528 Wahlberechtigten gaben im Laufe des Sonntags 26.002 ihre Stimme ab. Davon waren 25.505 Stimmen gültig. Auf Martin Stichnoth entfielen 18.086 Stimmen, auf Vinny Zielske 7419. Bei der Landratswahl am 18. März lag die Wahlbeteiligung noch bei 28,5 Prozent.

Vinny Zielske kommt auf 29,1 Prozent

Bis zum Mittag hatte es besonders im Süden des Landkreises mau ausgesehen. „Sülzetal etwa 5 Prozent, Wanzleben unter 10 Prozent, Oschersleben gerade einmal 2 Prozent“, nannte Janina Kluge, Leiterin des Wahlbüros im Landkreis, am frühen Sonntagnachmittag erste Zahlen. Ihre Hoffnung, dass die Gemeinden, in denen gleichzeitig neue Bürgermeister gewählt wurden, die Wahlbeteiligung ein wenig nach oben treiben würden, bestätigte sich letztlich. In Barleben traten 45 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne, in der Verbandsgemeinde Niedere Börde 40,9 Prozent.

Als feststand, dass Martin Stichnoth die Wahl gewonnen hat, brandete langanhaltender Applaus in der Raststätte B 189 in Wolmirstedt auf, später riss die Schlange der Gratulanten nicht ab. „Ich bin glücklich und zufrieden“, strahlte der frisch gebackene Landrat. Mit einem Sieg hatte er gerechnet. „Aber nicht mit so einem Ergebnis. Dazu kann ich nur sagen: Wow!“

Zufrieden zeigte sich auch Vinny Zielske. „Ich habe bei der Stichwahl mehr Stimmen geholt als beim ersten Wahldurchgang“, meinte sie. „Allerdings hätte ich mir schon einen geringeren Abstand zu Herrn Stichnoth gewünscht.“

Wahlbeteiligung bei 17,6 Prozent

Lediglich in ihrer Heimatstadt Oschersleben hat die SPD-Kandidaten dem CDU-Mann Paroli bieten können und 50,5 Prozent der Stimmen auf sich vereint. Stichnoth dagegen kam in seiner Heimatstadt Wolmirstedt auf 71,3 Prozent.

Den Negativrekord in Sachen Wahlbeteiligung stellte das Sülzetal auf. Gerade einmal 11,9 Prozent der Wahlberechtigten gaben hier ihre Stimme ab. Unter dem Durchschnitt lag auch Oschersleben mit 13,7 Prozent. Auch in Oebisfelde lag die Wahlbeteiligung mit 13,4 Prozent recht niedrig. In Haldensleben traten 17,1 Prozent der Wahlberechtigten an die Wahlurne, in der Stadt Wanzleben - Börde 17,3 Prozent. In der Stadt Wolmirstedt gingen 19,5 Prozent der Stimmberechtigten wählen.