Haldensleben l Einige der jungen Leute, die in der Kulturfabrik mit Franziska Bartsch am Tisch sitzen, haben schon Medienerfahrung, die meisten aber sind Neulinge. Sie sind neugierig und haben auch erste Ideen zu diesem Projekt. Der Haldensleber Verein KulturHeimat und der Verein Stendaler Fernsehen – Offener Kanal haben dieses einjährige Jugendprojekt „Auf den Spuren unserer Zeit“ auf den Weg gebracht. Ein Film soll dabei entstehen – mit einer öffentlichen Premiere.

Nun wollen Projektleiterin Franziska Bartsch und interessierte Schüler Nägel mit Köpfen machen. Unterstützung geben unter anderem Stadtjugendpfleger Rolf Koppenhöfer und Schulsozialarbeiterinnen von Haldensleber Schulen.

Ortschronisten und "Club"-Gänger

Franziska Bartsch hat Mediengestaltung, Journalistik und Medienmanagement studiert und schon viel Erfahrung mit ähnlichen Projekten gesammelt. Eines davon wurde sogar mit dem Jugendvideopreis des Landes ausgezeichnet. Nach einer Vorstellungsrunde will die 29-Jährige von den Schülern wissen, was sie bei diesem Projekt antreibt, welche Themen sie gern beleuchten würden. Darüber sind sich alle recht schnell einig. Kultur und Freizeitgestaltung, das Leben der Jugendlichen damals und heute soll ihr Thema sein. Auch historische Filmaufnahmen können dabei eingefügt werden, wenn sie zu beschaffen sind.

Bilder

Wie weit zurück „damals“ gehen wird, das wird sich zeigen. Rolf Koppenhöfer erzählte von Gesprächen mit den Ortschronisten aus Althaldensleben, die fast kein Ende finden, wenn sie von ihren Erlebnissen aus Schulzeit und Jugendzeit berichten. Sie wären gute Interviewpartner.

Auch Haldensleber, die früher in den Jugendfreizeittreff „Der Club“ gegangen sind, haben viel zu erzählen, ergänzte Michael „Maixie“ Helmecke, pädagogischer Leiter des „Clubs“. Diese Jugendeinrichtung wurde 1980 in Räumlichkeiten an der Bülstringer Straße gegründet, nach der Wende musste sie umziehen zur Hafenstraße. Vieles von den Wochenplänen aus den Anfangsjahren wie Barabend und Filmabend gibt es nach wie vor.

Top Ausstattung dank Förderung

Beim ersten Treffen waren noch nicht alle Jugendlichen dabei, die Interesse an diesem Projekt bekundet haben. Wer noch mitmachen möchte, kann bei den Schulsozialarbeitern nachfragen. Das Mindestalter ist zwölf Jahre. 15 bis 18 sind die Jugendlichen, die zum ersten Treff gekommen sind.

Wie es zeitlich am besten passt, wollen sie jetzt ausprobieren. Zunächst sind Treffen jeweils donnerstags von 13.30 bis 15 Uhr in der Kulturfabrik vorgesehen. Da die Schulen unterschiedlich Schulschluss haben, kann sich das aber noch verschieben.

Dank Förderung von der Postcode Lotterie ist dieses Projekt auch technisch gut ausgestattet. Franziska Bartsch begann gleich beim ersten Treff mit einer Einweisung in die Filmtechnik.