Haldensleben l Das Haldensleber Museum hat zum Jahreswechsel seine Öffnungszeiten eingeschränkt. Auch das Veranstaltungsprogramm soll 2019 reduziert werden. Doch wie Andreas Baumeister vom Landkreis Börde erklärt, handelt es sich dabei aller Voraussicht nach um vorübergehende Maßnahmen. Als Leiter des Sachgebietes Kultur und Sport ist Baumeister unter anderem für die Museen im Landkreis Börde zuständig.

Auslöser für die Einschränkungen in Haldensleben ist, dass eine Mitarbeiterin zum 1. Februar in den Ruhestand geht. Die Suche nach einer Nachfolgerin hat der Landkreis zwischenzeitlich ausgesetzt. Wie Andreas Baumeister informiert, sollte zunächst abgewartet werden, in welche Richtung die Diskussion um den Haushalt 2019 inklusive Stellenplan gehe. Die Debatte darüber hat in den vergangenen Monaten für Gesprächsbedarf gesorgt. Um den Haushalt auszugleichen, wurde unter anderem über eine Anhebung der Kreisumlage diskutiert. Einsparungen im Stellenplan und bei den freiwilligen Aufgaben standen ebenfalls zur Debatte.

Situation "nicht ganz glücklich"

Die gute Nachricht: Mittlerweile ist der Kreishaushalt beschlossen, genehmigt, veröffentlicht und in Kraft getreten. Trotzdem befindet sich das Haldensleber Museum in keiner einfachen Phase. Die Einrichtung besteht aus dem Haupthaus am Breiten Gang nebst zwei Nebengebäuden, Biedermeiergarten und Hühnerstall. Hinzu kommen ein Haus in der Langen Straße sowie als Außenstellen das Schulmuseum in Hundisburg und die ehemalige Synagoge in der Steinstraße als „Haus der anderen Nachbarn“. Außerdem ist das Museum für die Loocksche Sammlung zuständig. Dafür gibt es vier hauptamtliche Mitarbeiter. Sie erhalten ehrenamtliche Unterstützung, sind aber nicht nur für die reine Museumsarbeit, sondern unter anderem auch für Verwaltung und Reinigung zuständig.

Andreas Baumeister beschreibt die Situation als „nicht ganz glücklich“. „Aber wir sind froh, dass wir die uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit mit einer kurzen Unterbrechung wiederherstellen können“, so der Sachgebietsleiter. Zunächst wolle der Landkreis versuchen, die frei werdende Stelle hausintern wieder zu besetzen. Falls das nicht zum Erfolg führe, sei eine öffentliche Ausschreibung der nächste Schritt. Bis zu einer endgültigen Entscheidungen, gehörten unter anderem Personalgespräche und ein Gespräch mit dem Personalrat dazu. Im „Idealfall“ könne die Stelle im Museum in zwei bis drei Monaten besetzt werden. „Ich gehe davon aus, dass das Spektrum des Museums dann nach einer gewissen Einarbeitungszeit wieder vollumfänglich bedient werden kann“, zeigt sich Baumeister zuversichtlich.

Vorläufig ist das Museum dienstags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Am Wochenende bleibt die Einrichtung bis auf Weiteres geschlossen. Die Außenstellen sind nur nach vorheriger Anmeldung und mit Führung zu besichtigen.