Erxleben l Gleich siebenfach mit sieben Spaten wurde der symbolische erste Spatenstich für das künftige Grundschulzentrum Süd in Erxleben gesetzt. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende 2020 vorgesehen. Der Einzug der ersten Schüler soll mit dem Schuljahr 2021/22 erfolgen.

„Das Projekt ebnet einen neuen Weg zu zeitgemäßer Schule“, sagte Verbandsgemeindebürgermeister Mathias Weiß (parteilos). Als Schulträger der Grundschulen sei es der Anspruch der Verbandsgemeinde, allen Kindern gleiche Lernbedingungen zu bieten, sagte er mit Blick auf die bereits sanierte Grundschule in Flechtingen, seinerzeit noch von der Gemeinde angeschoben.

Drei Jahre Vorbereitung

Ein Blick zurück: Bereits im Herbst des Jahres 2016 hatte sich der Verbandsgemeinderat für einen Neubau der Grundschule Süd in Erxleben ausgesprochen. Darin sollten die beiden bestehenden Grundschulen in Bregenstedt und Beendorf ihren neuen Schul-standort finden. Um die Bausumme stemmen zu können, musste ein Fördermittelantrag eingereicht werden.

Ein Jahr später, 2017, wurde der Bestand der Grundschule Beendorf bis zum Schuljahr 2019/20 beschlossen. 2018 folgte die Bewilligung des Förderantrages über das Stark-III-Programm des Landes Sachsen-Anhalt. Im April 2019 folgte der Beschluss, die Beschulung um ein Jahr in Beendorf zu verlängern. Damit wurde in den Bauablauf auch ein zeitliches Polster für unvorhergesehene Dinge eingeplant.

Neubau wird teurer

Durch den langen Vorbereitungszeitraum wird die derzeit im Raum stehende Bausumme von 3,5 Millionen Euro wohl nicht mehr zu halten sein. Mathias Weiß sprach von Mehrkosten durch mittlerweile eingetretene Preissteigerungen, doch „die sind im Bereich der Bildung sehr gut angelegt“, ist der Bürgermeister überzeugt. Von Vorteil sieht Mathias Weiß mit dem Standort hinter der Ganztagsschule „Albert Niemann“ und der Sporthalle die Möglichkeit zur Bildung eines Schulcampus‘.

Die Ausschreibungen für den Bau sind umfangreich und aufwändig, da wie bei den Planungsleistungen auch europaweit nötig. Drei Stufen wurden bereits beschritten, sagte das Verwaltungsoberhaupt zu den Gästen des Spatenstiches. Weitere 20 werden noch folgen müssen. Die Rohbauleistungen bleiben jedoch erfreulicherweise in der Region. Ein Unternehmen aus Haldensleben hat den Zuschlag dafür erhalten.