Gommern l Aus ganz Sachsen-Anhalt waren am Wochenende 130 Kinder und Jugendliche zum Landeswettbewerb des Jugendrotkreuzes in Gommern zu Gast. An sechs Stationen stellten sie ihr Wissen und Können als junge Sanitäter unter Beweis.

Stendal und Dessau wurden Landesmeister. Die Wasserwacht-Gruppe des DRK-Kreisverbandes Börde holte sich einen zweiten Platz in der Stufe I (6 bis 12 Jahre).

Jugendliche versorgen Verletzte

Ein Szenario des Wettbewerbes: Der Schulgartenunterricht ist nicht nach Plan gelaufen. Ein Schüler hat eine Schippe an den Kopf bekommen. Aus der Wunde an seiner Stirn tropft das Blut.

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Ein anderer hat sich an einer Tomate verschluckt und hustet, hustet, hustet. Der nächste fühlt sich unwohl, ihm ist schwindelig. Alle Hände voll zu tun hatten die jungen Sanitäter zum Landeswettbewerb in Gommern, als im Schulgarten ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse gefragt waren.

Die Jugendlichen waren an dieser Station auf sich allein gestellt. Jeder hatte seinen eigenen Verletzten zu versorgen. Was sie dabei richtig gemacht haben und worauf sie künftig besser achten müssen, erklärten ihnen die Kampfrichter gleich, nach dem der Ruf „Auswertung!“ ertönt war.

Zwei Altersgruppen

130 Kinder und Jugendliche waren zum Landeswettbewerb des Jugendrotkreuzes in der Grundschule von Freitag bis Sonntag untergebracht. Während am Sonnabendvormittag die Jugendlichen der Stufe II (13 bis 16 Jahre) ihre Stationen absolvierten, genossen die Kinder ihre Freizeit in Plötzky. Sie stiegen am Nachmittag in den Stationsbetrieb ein.

Angelehnt an das Gommeraner Stadtwappen lief der Landeswettbewerb unter dem Motto „Wir greifen nach den Sternen“. Im Bällebad in der Sporthalle war das ganz wörtlich zu nehmen. Dort mussten die Jugendlichen Sternzeichen finden und den passenden Zeiträumen zuordnen.

An der nächsten Station galt es dann mit einem Feuerwehrschlauch Pylonen umzuwerfen und dabei die Sterne zu lösen, die oben in den Kegeln steckten.

Soziale Fähigkeiten gefragt

Auch ihre sozialen Kompetenzen mussten die Teilnehmer unter Beweis stellen. Sie mussten sensible Begriffe wie „Obdachloser“ erraten und durften dabei keine abwertenden Wörter benutzen.

Am frühen Abend fieberten die Kinder und Jugendlichen im Rondell der Grundschule der Siegerehrung entgegen. Und in ihrer Altersgruppe mussten die Kinder und Jugendlichen der Börde-Wasserwacht-Gruppe nur den Startern vom Kreisverband Dessau geschlagen geben und belegten einen hervorragenden zweiten Platz.