Erxleben l Wer bist du, und wo kommst du her? Häufig wurden in den ersten drei Schultagen des neuen Schuljahres diese Fragen gestellt, auch in der Sekundarschule „Albert Niemann“ in Erxleben.

Die 51 Schülerinnen und Schüler der drei neu gebildeten 5. Klassen hatten ausgiebig Zeit, sich in ihren Klassen und auch im Jahrgang kennenzulernen. Die ersten drei Tage werden traditionell mit einem abwechslungsreichen Kennenlern-Projekt gestaltet.

Der Einzugsbereich der Ganztagsschule in Erxleben ist groß, reicht von der Hohen Börde (Grundschule Bebertal) über die Verbandsgemeinde Flechtingen (Grundschulen Beendorf und Bregenstedt) bis in die Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen (Grundschule Weferlingen) hinein, so dass sich viele Mädchen und Jungen vorher noch gar nicht kannten.

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Einzugsbereich ist groß

Das ändert sich jedoch schnell, wenn die ersten Angebote in den Klassen 5a, 5b und 5c gestartet sind, weiß Beratungslehrerin Angela Bethge. Sie hat gemeinsam mit den Klassenleiterinnen Astrid Grüner, Thekla Berg und Petra Pitschmann alles vorbereitet.

Dabei können die Lehrer immer auch auf die Mitwirkung von älteren Schülern aus den 9. Klassen bauen, die den Fünftklässlern als Paten zur Seite stehen. Vor allem all jene Jugendliche, die sich für eine Tätigkeit in sozialen, pädagogischen oder erzieherischen Berufen interessieren, kommen bei den Kennenlerntagen zum Einsatz. In diesem Jahr stehen den „Kleinen“ 15 Paten von den „Großen“ zur Verfügung.

Sie kennen sich im Schulgebäude aus, können den Neulingen zeigen, wo sie was finden und auch andere Fragen rund um die Schule beantworten. „Dieses Konzept hat sich bewährt“, sagt Astrid Grüner, die in ihrer 5a 21 Schülerinnen und Schüler hat.

Neuntklässler als Paten

Die 5b von Thekla Berg besuchen 16 Schüler, in der 5c von Petra Pitschmann lernen in diesem Jahr 14 Schüler.

An den ersten beiden Schultagen lernten die Kinder ihre neue Schule kennen, starteten ein Bastel- und Kreativprojekt, um sich untereinander besser kennenzulernen. Dabei entstand so eine Art Steckbrief. Mit Unterstützung wurde an beiden Tagen ein gesundes Frühstück gezaubert, das in der Gemeinschaft doppelt lecker schmeckt. Zur Entspannung gab es Bewegungsspiele, dann wieder Konzentrationsübungen zum Eingewöhnen.

Nonsens-Olympiade

Viel Spaß bringt in jedem Jahr die Nonsens-Olympiade zum Abschluss des Projektes. Sechs Stationen mit mehr oder weniger sportlichen Disziplinen sind dabei zu absolvieren.

Aus den Klassen wurden jeweils zwei Gruppen gebildet, so dass alle Stationen nacheinander abgearbeitet werden konnten. Dabei leisteten die Schüler der 9. Klasse große Unterstützung. Sie betreuten nicht nur die Stationen Würfeln, Keulenkegeln mit Medizinball, Eierlauf, Teebeutel-Weitwurf, Stiefel-Zielwurf und Zeitungslauf, sondern standen auch ihren jüngeren Mitschülern helfend und erklärend zur Seite.

Das Schöne an der Nonsens-Olympiade: Hier können auch all jene Schüler punkten, die sonst vielleicht nicht zu den sportlichsten zählen. Glück (wie beim Würfeln), Geschick (wie beim Stiefelwurf) und eine gute Beobachtungsgabe (wie beim Zeitungslauf konnten schon viel ausmachen. In den kommenden Wochen können die Fünftklässler aus Erxleben weiter davon profitieren, dass sie die älteren Jugendlichen aus den 9. Klassen kennen. Bei Fragen können sie diese nämlich ohne Scheu ansprechen.