Haldensleben l Abgesagte Urlaube, abgesagte Veranstaltungen, kein Ferienlager. Und das Rolli-Bad ist auch geschlossen. Kinder und Jugendliche müssen diese Sommerferien mit Einschränkungen verbringen. Vieles fällt aus, aber nicht alles.

Die Kulturfabrik bietet auch in diesem Sommer ein Ferienprogramm an. So soll es morgen eine Schnitzeljagd durch Haldensleben geben. Eingeladen sind Kinder, die lesen und rechnen können. Um eine Anmeldung wird dringend gebeten (Tel. 03904/40159). Denn mehr als zehn Kinder sollen es nicht werden bei der Schnitzeljagd. „Wir haben die Teilnehmerzahlen zusammengekürzt“, berichtet Janina Otto, die Leiterin der Kulturfabrik. Deswegen sollten sich Interessierte für alle Veranstaltungen vorher anmelden, auch für die am kommenden Montag beginnende Filmewoche. Denn statt 100 Kinoplätzen würden jetzt nur 60 zur Verfügung stehen, berichtet Otto. Das vollständige Ferienprogramm ist auf der Webseite der Stadt aufgeführt: www.haldensleben.de/kulturfabrik.

Planungen ohne großen Kindergruppen

Weniger los ist in diesen Tagen auch am Technischen Denkmal Ziegelei Hundisburg. „Wenn Corona nicht wäre, hätten wir fast jeden Tag Kindergruppen hier“, sagt die Leiterin Marion Nier. Ein Ferienprogramm soll es allerdings geben: Vom 3. bis 26. August zwischen 10 und 12 Uhr sowie zwischen 13 bis 15 Uhr können Kinder in der Keramikwerkstatt kreativ sein oder mit der Feldbahn fahren. Wer in die Keramikwerkstatt will, muss sich anmelden (Tel. 03904 /42835 oder 03904/464541).

Ob es im Haus des Waldes Ferienveranstaltungen geben wird, ist noch unklar. In dieser Woche soll es aber eine Entscheidung geben. Für Gruppen, die an Führungen oder Rallys teilnehmen möchten, steht das Haus offen. Allerdings wird um vorherige Anmeldung gebeten (Tel. 03904/668757; E-Mail hausdeswaldes@lzw.mlu.sachsen-anhalt.de).

Noch trauriger sieht es in der Haldensleber Jugendherberge aus. Die Stadtranderholung wurde für dieses Jahr abgesagt, Platz wäre also. „Doch wir sind leider unterbesetzt“, sagt Herbergsvater Ingolf Zander. Er hatte die Idee, ein kleines Zeltlager auf dem Herbergsgelände einzurichten. „Gelände und Wetter geben es her“, meint er. Doch es fehlt an Betreuern, und die seien nicht so einfach zu finden, bedauert Zander.

Problematisch sei dabei aber auch die Umsetzung des vorgeschriebenen Hygiene-Konzepts, ergänzt Stadtjugendpfleger Rolf Koppenhöfer. „Bis jetzt ist das Zeltlager an den Auflagen gescheitert“, sagt er. Doch ganz aufgeben wolle er das Vorhaben nicht.

Neue Wege gehen

Auch das Personal der Jugendherberge überlegt, neue Wege zu gehen. „Vorstellbar wäre, Schlauchboottouren auch außer der Reihe für Familien anzubieten. Diese Aktivitäten stehen sonst nur unseren Herbergsgästen zur Verfügung“, so Ingolf Zander. Allerdings ist auch hierzu noch keine endgültige Entscheidung getroffen.

Einfacher haben es da die Jugendeinrichtungen. Sie sind mittlerweile wieder wie gewohnt geöffnet. Zudem bieten sie auch spezielle Ferienprogramme an. So wird bei „Kids & Co.“ auf dem Süplinger Berg heute gefragt: „Hast du es drauf?“. Der Tag der Experimente, der wie alle anderen Veranstaltungen auch um 14 Uhr beginnt, dreht sich um ganz alltägliche Dinge. Drei Tage Indianerleben stehen ab Dienstag, 28. Juli, bei „Kids & Co.“ auf dem Ferienprogramm. Vom 3. bis 7. August findet eine Turnierwoche statt mit verschiedenen Sportarten.

Im Jugenzentrum „Der Club“ an der Hafenstraße wird immer montags von 16 bis 18 Uhr Tischtennis gespielt, jeden Donnerstag ab 15.30 Uhr beginnt das Beachvolleyballtraining. Am 28. Juli treffen sich die Kids ab 14 Uhr zum Müllsammeln in der Stadt. Am 5. August um 16 Uhr beginnt ein Billardturnier, am 12. August ab 16 Uhr ist das Tischtennisturnier. Anmeldungen sind nicht nötig.