Haldensleben l Ein Spielplatz, der interessant und vielfältig gestaltet ist, lässt Kinderherzen höher schlagen und erweckt von einer Stadt einen familienfreundlichen Eindruck. Aber wie kreativ und abwechslungsreich sind die Spielplätze in Haldensleben eigentlich gestaltet? Und was würden sich die Kinder der Stadt noch für ihre Spielplätze wünschen?

Mit insgesamt 13 Spielplätzen im Stadtgebiet und weiteren acht in den Ortsteilen gibt es in der Umgebung eine große Auswahl. Der Stadt sind die Plätze für Familien und Kinder auch wichtig: So wurden im Haushalt für dieses Jahr 45.500 Euro für Reparaturen und die Pflege von öffentlichen Sport- und Freizeitanlagen eingeplant. „Die Spielplätze werden von der Abteilung Grünpflege einmal in der Woche sauber gemacht. Einmal jährlich überprüfen wir ihren Zustand zusammen mit einem Ingenieurbüro“, erklärt Axel Peters vom Haldensleber Stadthof. Anhand eines Prüfprotokolls würden anschließend dann die Mängel und Reparaturen abgearbeitet.

Aber nicht nur Mängel sorgen für ein unschönes Aussehen. Auch die Gestaltung, die Spielgeräte an sich und die Standorte der Spielplätze sorgen dafür, ob ein Spielplatz einladend wirkt oder eher nicht. Deshalb investiert die Stadt nun jährlich 60.000 Euro für die Grunderneuerung eines Spielplatzes. Für das kommende ist der Spielplatz an der Masche für die Frischzellenkur vorgesehen.

Kinder haben viele Wünsche

Die Kinder der Tagesgruppe vom Paritätischen Sozialwerk für Kinder- und Jugendhilfe, die für einen kurzen Ausflug gerne an der Masche sind, hätten jedenfalls viele Wünsche. „Ich möchte eine Seilbahn haben“, sagt eines der Mädchen. „Eine Riesenrutsche wäre toll“, meint einer der Jungs. Klettergerüste, Tischtennisplatten, Wasserrutschen - die Liste wird immer länger. „In Althaldensleben wäre ein Spielplatz für kleine Kinder eine schöne Sache. Der Großteil der Geräte ist eher für größere gedacht“, findet Teamleiterin Ines Kaschlaw.

Neu gestaltet wird nun zunächst der Spielplatz an der Masche. Dafür hat sich die SPD-Fraktion mit einem Antrag im jüngsten Bauausschuss stark gemacht. „Das ist an der Stelle sinnvoll, da es ein hochfrequentierter Platz ist“, erörtert SPD-Fraktionsvorsitzender Bernhard Hieber.

Die Wasserrutsche wird so vermutlich noch nicht umgesetzt werden, aber das Element Wasser wird bei der Planung eine Rolle spielen. Grünen-Stadträtin Anja Reinke schlug dabei vor einen Wasserspielplatz zu integrieren. „So könnte man etwas mehr Wildnis in die Stadt bringen“, argumentierte sie. Die Anregung fand viel Anklang und so stimmten alle Stadträte im Ausschuss für die Planung einer Neugestaltung im kommenden Jahr. Außerdem soll der Spielplatz etwas größer werden: Damit werden die umliegenden Bäume als natürliche Schattenspender genutzt, unter denen Bänke aufgestellt werden. Bei der Gestaltung sei außerdem wichtig, dass der Spielplatz für Kinder jeden Alters gestaltet wird, erörtert Bernhard Hieber über den Antrag.