Haldensleben l Mitarbeiter des Ameos-Klinikums machen weiter Druck im Streit um einen Tarifvertrag. Zum Protest in der Mittagspause haben sich am Montag erneut rund 30 Beschäftigte nahe des Klinikums getroffen. Mit Protestschildern verwiesen sie dabei auch auf die „Systemrelevanz“ ihrer Berufe während der Coronakrise. „Wir sind bereit, unseren Arbeitskampf weiterzuführen“, betonte Toralf Stern, Krankenpfleger am Klinikum.

Der Streit zwischen der Gewerkschaften Verdi und dem Krankenhausbetreiber Ameos schwelt seit Monaten. Die Gewerkschaft fordert einen Tarifvertrag für die rund 4000 Beschäftigten in Sachsen-Anhalt. Ameos hatte das zunächst ausgeschlossen, erst nach mehreren Monaten mit Streiks stimmte der Arbeitgeber Verhandlungen zu. Durch die Coronakrise verzögerten sich diese.

Seit einigen Wochen treffen sich Beschäftigte nun wieder zum Protest bei der sogenannten „aktiven Mittagspause“. Mit dabei war am Montag auch André Franz, Betriebsratsvorsitzender am Haldensleber Klinikum und Mitglied der Stadtratsfraktion der Linken. Die nächste Verhandlungsrunde sei für den 23. Juli angesetzt, berichtete er. Erneute Streiks seien in den kommenden Wochen möglich.