Blutspende

Trotz Hitze spenden 58 Menschen in Calvörde ihr Blut für den guten Zweck

Hitze hin, Hitze her. Wennes um den guten Zweck geht, eilen die Calvörder herbei. Bei der jüngsten DRK-Blutspende ließen sich 58 Frauen und Männer einen halben Liter ihres Blutes abzapfen.

Von Anett Roisch
Dagmar Ströber (l.) vom Blutspendedienst Dessau legt behutsam die Nadel bei Petra Kretschel an.
Dagmar Ströber (l.) vom Blutspendedienst Dessau legt behutsam die Nadel bei Petra Kretschel an. Foto: Ulrich Ueckert

Calvörde - „Blutspenden ist während der gesamten Zeit der Corona-Pandemie möglich, allerdings unter strengen Regeln“, erklärte Cornelia Hübner, Mitarbeiterin der Seniorenhilfe Haldensleben, die die Blutspende-Aktionen schon seit vielen Jahren begleitet.

Erst seit über einem Jahr dient der Saal auf dem Pfarrhof der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde als Ort der Spendenaktionen. Inzwischen herrscht auch in den neuen Räumlichkeiten Routine und eine angenehme Gelassenheit. Das Miteinander des Teams vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und der Ehrenamtlichen von der Seniorenhilfe Haldensleben funktioniert. Herumgesprochen hat sich das auch bei den Spendern, die nicht nur in Calvörde zu Hause sind, sondern auch aus Uthmöden, Klüden, Dorst, Zobbenitz, Mieste und anderen Orten der Region kommen.

In zehn Minuten idet der Beutel voll

Nach etwa zehn Minuten ist der Beutel mit etwa einem halben Liter Blut gefüllt. Der Lebenssaft kann einem Frischoperierten, einem Krebspatienten oder einem Unfallopfer das Leben retten. Auch in Zeiten von Corona werden bei den Aktionen des DRK dringend Blutspenden gebraucht. Es wurden natürlich alle Hygienevorschriften eingehalten. Alle Mitglieder des DRK-Teams und alle Spender trugen Mund- und Nasenschutz. Petra Kretschel ist in Calvörde zuhause. „Ich habe Feierabend, meinen Getränkeladen zugemacht und bin dann direkt zum Spenden“, sagte die Calvörderin, die zum 16. Mal ihren Lebenssaft spendete.

Solvig Berger spendete Seite an Seite mit ihrer Tochter Julia. Das Duo aus Calvörde gab zum dritten Mal einen Teil ihres Lebenssaftes. Auf dem Hof machten es sich die Frauen so gut es geht gemütlich und stärkten sich mit Bockwürsten und Kaffee. Das vierte Mal kam Steffen Schulze zum Spenden. Der Calvörder erklärte, dass er gern für den guten Zweck sein Blut gibt. Schließlich könne er selbst auch mal auf Konserven von anderen angewiesen sein. „Wir hatten bei der Aktion 58 Spender, davon fünf Erstspender. Wir sind froh, dass uns trotz Corona und Wärme die Leute die Treue halten“, zog Cornelia Hübner zufrieden Bilanz.