Haldensleben (jk) l Glatte Gehwege, verschneite Straßen, kein Zugang zu den Müllcontainern – am Winterdienst der Wohnungsbaugesellschaft Wobau Haldensleben (Wobau) wird Kritik laut. Besonders Anwohner des Bereichs Rottmeisterstraße/Alsteinstraße ärgern sich über die Verhältnisse.

„Ich habe seit dem 7. Februar immer wieder bei der Wobau angerufen. Doch geändert hat sich nichts“, berichtet Tamara Bergmann aus der Rottmeisterstraße. Tagelang seien die Zuwegungen zu den Müllcontainern nicht geräumt geworden. „Das hat erst ein Nachbar erledigt. Er ist schon 70 Jahre alt“, erzählt die Mieterin.

Zudem seien die Schlösser der Türen an den Containerplätzen eingefroren gewesen, sagt sie. „Die Leute haben ihren Müll dann einfach über den Zaun geworfen.“ Auch der sei erst vom Nachbarn wieder eingesammelt und in die Tonnen geworfen worden.

„Wir haben so schnell wie möglich versucht, die Gehwege freizuräumen. Dafür gibt es eine Liste, die wir tageweise abgearbeitet haben“, erklärt Nicole Heinrichs, Leiterin der Abteilung Wohnungswirtschaft bei der Wobau. Zuerst seien der Süplinger Berg und die Kiefholzstraße, dann das Stadtgebiet und Althaldensleben an der Reihe gewesen.

Schlösser sind immer wieder eingefroren

Angesichts der Mengen an Schnee sei die Wobau nicht schneller vorangekommen – ähnlich wie viele Privatpersonen oder Unternehmen. „Wir haben schon mehr Mitarbeiter im Winterdienst, doch es war einfach nicht zu schaffen“, so Heinrichs weiter. Auch habe das Unternehmen versucht, die Schlösser an den Containerplätzen eisfrei zu halten. „Sie sind aber immer wieder eingefroren“, weiß sie.

Die Bitte von Mietern an die Wobau nach Schneeschiebern, Besen und Streusalz, um selbst tätig zu werden, kann sie angesichts der Lage nachvollziehen. „Aber das möchten wir gar nicht. Wir haben extra eine Firma engagiert, die sich um die Außenbereiche und damit auch um den Winterdienst kümmert“, sagt die Abteilungsleiterin. Allein schon aus Versicherungsgründen sei es der Wobau nicht möglich, den Winterdienst den Mietern zu überlassen. Darüber hinaus würden die Mieter ja für einen Hausmeisterdienst bezahlen, und der beinhalte auch den Winterdienst, sagt Nicole Heinrichs.

Der Schnee sei an die Grundstücke herangeschoben worden, damit der Winterdienst der Straße nicht wieder den ganzen Gehweg zuschiebt, macht sie deutlich. „Einen kompletter Abtransport des Schnees ist leider nicht möglich“, unterstreicht sie.