Schuljahresausklang

14 Schüler werden in Sandau gehen und 14 sollen kommen

Ein außergewöhnliches Schuljahr liegt nun auch hinter den Grundschülern aus Sandau. Gestern war der letzte Unterrichtstag, auf der Schülerversammlung wurden die Viertklässler verabschiedet und die Wettbewerbe ausgewertet.

Von Ingo Freihorst
Am letzten Schultag wurde auch eine Hüpfburg aufgebaut, welche die Havelberger Catering zur Verfügung stellte.
Am letzten Schultag wurde auch eine Hüpfburg aufgebaut, welche die Havelberger Catering zur Verfügung stellte. Foto: Ingo Freihorst

Sandau - Vier Stationen waren am gestrigen letzten Schultag in und an der Sandauer Schule aufgebaut: Märchenrätsel und Mathe-Knobeleien waren zu lösen, es wurden Schirmmützen gebastelt und draußen war eine Hüpfburg aufgebaut. Letztere hatte die Havelberger Catering gespendet. Hier gewann jener, welcher als letzter beim Hüpfen im stehen oder sitzen umfiel. Den Abschluss des Tages bildete auch hier die Schülerversammlung auf dem Schulhof.

Letztmals mit dabei waren die 14 Viertklässler, welche sich zuletzt mit einem Lied verabschiedeten: „Alte Schule, altes Haus“ sangen sie und dass sie „ein letztes Mal durch diese Tür gehen“. Schulleiterin Marion Kaluza verabschiedete sie mit den Worten": „Ihr macht euren Weg.“ Und so mancher von ihnen wird auch am 4. September dabei sein, wenn die aktuell 14 Einschüler mit einem Programm begrüßt werden.

Wegen Corona fanden auch weniger Wettbewerbe statt

Die Zeugnisse der Abgänger und auch die ihrer Mitschüler sahen dieses Jahr anders aus als gewohnt, denn etliche Fächer sind nicht benotet worden. Lange Zeit musste wegen der Pandemie zu Hause gelernt werden, zeitweise wenigstens im Wechselunterricht. So konnte nur in den Hauptfächern Deutsch, Mathe und Sachkunde unterrichtet werden, für die 3. und 4. Klasse gab es zudem Englisch.

Entsprechend fanden auch weniger Wettbewerbe statt, jener für den Leselöwen war schon im Vorjahr ausgefallen. Dafür hatte aber die Känguru-Olympiade stattgefunden, wobei die Teilnahme freiwillig ist. Insgesamt 15 Schüler hatten sich beteiligt, darunter auch die Zweitklässler Mats-Marlon und Julian, welche sich wacker schlugen und mehr Punkte als manch Älterer sammelten. Paul Ebendorff-Heidepriem siegte mit 92 Punkten, zugleich schaffte er den weitesten Sprung (löste die meisten Aufgaben in Folge richtig) und bekam dafür das Känguru-Trikot. Mit vorn lagen Anna Schäfer, Theodor Walther, John Koch und Tim Plötz.

Corona-Nachhilfe war erfolgreich

Hannah Motzkus siegte bei der Mathe-Olympiade in der 1. Klasse, gefolgt von Maximilian Mielke und Laura Riehs. Eine junge Dame konnte auch in Klasse 2 am besten rechnen: Lina Rudeck. Emely Galkowski wurde Zweitbeste, den dritten Platz teilten sich Lisa Winkelmann und Mats-Marlon Mente. Zuletzt wurde die Deutsch-Olympiade ausgewertet, welche Ruben Heinrich vor Theodor Walther und Ben Oelsner gewann. Bei Ben habe vor allem das Lern-Coaching dazu beigetragen, dass er so weit vorn landete. Auch bei anderen war dies erfolgreich, schätzte Schulleiterin Marion Kaluza ein.

In einem Jahr endet dann auch die Selbständigkeit der Sandauer Schule. Ab dem Sommer 2022 soll sie einen Schulverbund mit der Schönhauser Einrichtung eingehen. Eine ungeliebte Ehe, lieber wäre den Elbestädtern das nur drei Kilometer entfernte Havelberg gewesen. Schüler und Eltern hatten sich per Plakat-Aktion zudem für eine weitere Selbständigkeit eingesetzt – es hat alles nichts genutzt.

Bei der Känguru-Olympiade hatte Paul Ebendorff-Heidepriem (Mitte) mit 92 Punkten nicht nur die meisten davon gesammelt, sondern auch den weitesten Sprung geschafft.
Bei der Känguru-Olympiade hatte Paul Ebendorff-Heidepriem (Mitte) mit 92 Punkten nicht nur die meisten davon gesammelt, sondern auch den weitesten Sprung geschafft.
Foto: Ingo Freihorst
Bei den Erstklässlern konnte Hannah Motzkus (rechts) am besten rechnen, es folgten Maximilian Mielke und Laura Riehs.
Bei den Erstklässlern konnte Hannah Motzkus (rechts) am besten rechnen, es folgten Maximilian Mielke und Laura Riehs.
Foto: Ingo Freihorst
Bei der Matheolympiade der 2. Klasse belegte Lina ( von rechts) den ersten Platz, es folgte Emely, zudem gab es mit Mats-Marlon und Lisa zwei Drittplatzierte.
Bei der Matheolympiade der 2. Klasse belegte Lina ( von rechts) den ersten Platz, es folgte Emely, zudem gab es mit Mats-Marlon und Lisa zwei Drittplatzierte.
Foto: Ingo Freihorst