Sandau l Der 6. Januar steht bei vielen Lauf- und Wanderfreunden fest im Terminkalender. Der Riesenpfannkuchenlauf lockt dann ins Elbestädtchen Sandau. Zur 31. Auflage in diesem Jahr waren es über 500 Kinder und Erwachsene, die sich laufend, wandernd oder walkend auf die verschiedenen Strecken begeben hatten. Im Ziel wartete auf jeden Teilnehmer ein Riesenpfannkuchen als Belohnung.

Start-Ziel-Tor wird aufgebaut

Das wird 2021 nicht so sein. Wegen der Corona-Auflagen hat sich das Org-Team um Marian Buhtz schon vor den Festlegungen der Bundesregierung am Mittwoch für die Absage entschieden. „Wir wissen nicht, wie sich alles entwickelt. Da können wir den Lauf nicht anbieten“, bedauert Marian Buhtz. Wer jedoch an dem Dreikönigstag aus Tradition nicht auf diese Aktivität verzichten möchte, ist gern in Sandau gesehen. Aber ganz individuell und auf Abstand. „Für die Zeit von 10 bis 15 Uhr bauen wir das Start-Ziel-Tor an der Sporthalle auf und zeichnen die Strecke aus. Es wird stundenweise immer jemand von uns da sein. Ansonsten organisieren wir aber nichts und es gibt auch keine Wertung“, kündigt der Sandauer an. „Es ist zwar schade, dass der Lauf nicht stattfinden kann, aber die Gesundheit geht vor.“

Bereits fertig sind Medaillen aus Holz. „Die Tischlerei Liermann aus Wulkau hat 1000 Stück davon für unseren Lauf angefertigt. Die gibt es dann 2022 zum 32. Riesenpfannkuchenlauf.“ Das Org-Team hatte auch drei große Zelte gekauft. Für den Fall, dass der Lauf auf Abstand hätte stattfinden dürfen, wäre es damit möglich, alles zu entzerren. Zudem wurden auch schon neue Winterjacken für die Organisatoren gekauft. Ein Problem hätte es mit dem Backen der Riesenpfannkuchen gegeben. Denn Edda Feindt, die diese köstliche Leckerei alle Jahre gebacken hat, kann dies aus gesundheitlichen und Altersgründen nicht mehr, berichtet Marian Buhtz. „Aber bis 2022 habe ich einen neuen Bäcker gefunden“, ist er optimistisch.

Ein Alt-Neu-Deich-Lauf im Frühjahr

Der Sandauer ist selbst begeisterter Läufer und bedauert, dass fast alle Laufveranstaltungen in diesem Jahr ausfallen mussten. Er nimmt zum Beispiel gern am Harzgebirgslauf teil, hat dort oft den Marathon absolviert. „Wir sind zum Termin im Oktober trotzdem hingefahren und sind die Marathonstrecke gewandert. Mit Erschrecken habe ich die vielen kahlen Flächen gesehen, wo die toten Bäume abgeholzt werden mussten. Das sieht schon sehr traurig aus, wenn man vom Brocken wieder Richtung Wernigerode läuft.“ Teilgenommen hat er am coronakonformen Lauf in Demker, wo sich Läufer für vier Sonntage anmelden und dann alleine auf die Strecken gehen konnten. „Ich bin zwölf Kilometer gelaufen, meine Frau hat mich auf dem Fahrrad begleitet.“

Mit einem Blick auf 2021 kündigt Marian Buhtz an, dass es vor dem Rückbau des Altdeiches zwischen Sandau und Wulkau im Frühjahr einen Alt-Neu-Deich-Lauf geben soll. „Ganz zwanglos. Die längste Strecke ist acht Kilometer lang. Jeder kann selbst entscheiden, wann er umkehren möchte.“