Projekt

„Denken ohne Geländer“ geht in Havelberg auf die Spuren des Hachschara-Lagers

Das Prignitz-Museum Havelberg ist Partner der Projektes „Denken ohne Geländer“ iim Landkreis Stendal. Museumsleiterin Antje Reichel informierte zur Geschichte des jüdischen Hachschara-Kibbuz.

Von Andrea Schröder 25.01.2022, 18:16
Das Prignitz-Museum Havelberg lud im Rahmen von "Denken ohne Geländer" zu einer Führung zum Thema Hachschara-Lager ein.
Das Prignitz-Museum Havelberg lud im Rahmen von "Denken ohne Geländer" zu einer Führung zum Thema Hachschara-Lager ein. Foto: Andrea Schröder

Havelberg - Es war in den 1930er Jahren nahe Havelberg, als junge Juden in einem Hachschara-Lager auf ihr Leben in Palästina vorbereitet worden sind. Von 1934 bis 1941 lebten rund 50 junge Leute für jeweils ein Jahr in dem Hachschara-Kibbuz, der sich unweit des Julianenhofes am Waldesrand befand. Seit gut zwei Jahren erinnert eine Gedenktafel an das Lager.

Im Rahmen der Projektwoche „Denken ohne Geländer“ im Landkreis Stendal bot das Prignitz-Museum Havelberg am Dienstag eine Führung an, die auf dem Domplatz begann. Museumsleiterin Antje Reichel beschäftigt sich seit Jahren mit der jüdischen Geschichte in der Stadt. Dazu gehört unter anderem die der jüdischen Gemeinde – sie war eine der ältesten in der Mark Brandenburg und auf der Altstadtinsel ansässig, berichtete sie am Stadtmodell den rund 25 Zuhörern. Im Dom gibt es mit dem Lettner das Thema Juden in der christlichen Kunst.

Für „Denken ohne Geländer“ haben sich Studierende mit dem Hachschara-Lager Havelberg befasst, berichtete Katrin Reimer-Gordinskaya, Professorin für Kindheitswissenschaften an der Hochschule Stendal (rechts), und werden dies auch fortsetzen.