Warnau l Bei der gemeinsamen Sanierung des Gerätehauses der Feuerwehr – was in großen Teilen durch die Aktiven in Eigenreghie erfolgte – war ein Schmuckstück in Warnau entstanden. Dabei entstand bei Thomas Henningsen die Idee, dies doch auch mit der gesamten Ortschaft zu versuchen, berichtete er von den Anfängen. Ihn störte, dass der Adler auf dem Kriegerdenkmal fehlte, er holte darum Angebote ein.

„Doch ohne einen Verein, welcher Förderanträge stellen, Geld einsammeln und Spendenquittungen ausstellen kann, funktioniert das nicht“, musste er dabei erkennen. In Gesprächen signalisierten viele Warnauer ihre Zustimmung, viel war im Vorfeld an amtlichen Dingen zu erledigen – am 1. August wurde der Verein endlich gegründet. Der Initiator wurde zum Vorsitzenden gewählt, Stellvertreter ist Christian Maas. Auch der neue Ortsbürgermeister Jörg Busack gehörte mit zu den acht Gründungsmitgliedern.

Mit allen zusammenarbeiten

Erst wollte man die amtlichen Dinge festzurren, ehe man sich der Öffentlichkeit präsentierte – was nun im „Treff“ erfolgte. Unter dem Motto „Gib dem Dorfleben eine Zukunft“ sind Ideen für ein attraktiveres Warnau gefragt, wobei man eng mit dem Rat sowie den anderen Vereinen, Einrichtungen und Firmen im Ort zusammenarbeiten möchte.

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Der Jahresbeitrag würde bei 42 Euro liegen, ergänzte Christian Maas. Denn man benötigt einiges Geld für die Vorhaben: So soll die Sitzgruppe auf dem Kirchberg saniert werden. Das soll zum Großteil in Eigenregie erfolgen – dadurch wird das Geschaffene mehr geachtet. Weitere Ideen sind Begrüßungsschilder an den Ortseingängen und der bereits erwähnte Adler auf dem Denkmal, was 2021 runde 100 Jahre alt wird, beantwortete er eine entsprechende Frage von Sonja Isecke.

Weitere Ideen aufgeschrieben

Helmut Sorgalla hatte weitere Ideen aufgeschrieben: Nachbarschaftshilfe fördern sowie ein Sportfest organisieren oder Tanz- und Skatabende. Vielleicht könne man zur Vereinsfinanzierung auch eine Schrottsammlung machen, davon liege genug herum.

Man müsse sich anfangs auf wenige Vorhaben beschränken und dürfe sich nicht verzetteln, mahnte Thomas Henningsen. Neben der Ortsverschönerung stehen natürlich auch Kulturveranstaltungen auf der Agenda. Als gutes Beispiel nannte er Klietz, wo beim Sportfest auch alle Vereine zusammen kamen: „Das ist auch hier machbar!“.

Kassenwärtin Ines Arndt ergänzte, dass sie sich bei Veranstaltungen wieder mehr älteres Publikum wünscht, so wie es früher war. Auch habe sie tolle Veranstaltungen in der Kirche erlebt. Der Zusammenhalt, wie er bei den Fluten 2002 und 2013 herrschte, fehle jetzt leider. Der Verein wolle für alle da sein und etwas schaffen, vielleicht kehre dann auch die Jugend nach Lehre und Studium wieder in die Heimat zurück.

Begeisterte Gäste am Feuer

Dass der Sportverein schon immer mit der Wehr gut zusammenarbeite, erklärte Iris Walther. So gibt es den Vereinsball und auch bei den Traditionsfeuern arbeite man zusammen. Christian Maas erinnerte an das jüngste Feuer, wo die begeisterten Fußballgäste aus Wernigerode als letzte nach Hause gefahren waren.

Von den Gästen kamen weitere Vorschläge für den Arbeitsplan. So sei der Schaukasten zum Teil überaltert und mit vergilbten Zetteln, rügte Karin Gubler. Siglinde Schäfer informierte, dass die beiden Storchennester Sanierung und Reinigung nötig hätten. Ferner fehlen Wegweiser für Radfahrer am Kreisel.

Am Rande gab es noch ein Schätzspiel: Das Gewicht eines Eierkorbes musste geraten werden. Andrea Debold lag mit 1,5 Kilogramm am dichtesten.