Klietz l Lange war unklar, ob wegen der Pandemie überhaupt Ferienfreizeiten stattfinden können, weshalb auch das Teilnehmerfeld kurzfristig wechselte. Wegen der Hygiene-Auflagen fand das traditionelle Sommer-Zeltlager des Havelberger Jugendzentrums diesmal nicht am See in Kamern sondern hinterm Jugendklub in Klietz statt. Das hatte den Vorteil, dass man komplett unter sich war.

Insgesamt 29 Kinder aus dem Landkreis hatten hier von Sonntag bis gestern ihre Zelte aufgeschlagen, informierte Camp-Leiter Helmut Streuer. Zum zweiten Mal mit beteiligt hatte sich das Shalomhaus aus Tangermünde, etwa die Hälfte der Teilnehmer brachten die Kaiserstädter mit, zudem stellten sie auch einige der Betreuer.

Lisa siegt bei Nonsens-Olympiade

Sportlich ging es in der Woche unter anderem bei der Nonsens-Olympiade zu, wobei gekegelt wurde, Ringe, Dartpfeile und Basketbälle zu werfen waren und Leitergolf gespielt wurde. Die meisten Punkte sammelte hierbei Lisa Pultermann aus Schönhausen, gefolgt von Sebastian Stange aus Havelberg und Malte Janthur aus Tangermünde. Die Sieger bekamen kleine Präsente.

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Geschick und Kraft waren auch beim Besuch des Kletterparkes in Stendal vonnöten. Die andere Hälfte der Camper blieb in Klietz, um auf dem See zu paddeln – was die Bundeswehr gestattet hatte. Die acht Kanus stellte das Schullandheim zur Verfügung, Stefan Kertz vom Heim begleitete die Paddler auf dem See. Danach tauschten die Gruppen.

Lustige Modenschau

Da sich in Klietz auch der Museumshof befindet, wurde dieser natürlich mit in das Programm einbezogen. Dazu brachte Evelyn Zakrzewski Selbstgebackenes aus dem Backofen mit sowie Bekleidung, welche die Leute früher trugen. Die altertümliche Modenschau bereitete allen Kinder viel Spaß.

Sportlich ging es zudem bei der Fahrradtour zu, welche von Klietz zum Kamernschen See führte. Dort wurde gebadet, gepaddelt und gespielt, auch bekam jeder ein Eis. Eis sowie Gurken aus dem Garten hatte übrigens auch der Klietzer Bürgermeister Hermann Paschke spendiert, als er die jungen Camper besuchte.

Am letzten Tag ging es dann nochmals zum nahen See, Neptun alias Klubleiter Nikolaos Papagiannakis aus Tangermünde taufte die Landratten: Malte wurde so zur „frechen Flunder“ und Lisa-Marie die „quirlige Krabbe“. Auch wurden die beiden vom JuZe neu angeschafften Sup-Boards ausprobiert. Abends folgte eine Nachtwanderung.

Toll fand es der Warnauer Theodor Walter, dass er im Camp viele neue Freunde gefunden hatte, auch das Lagerfeuer mit Stockbrot und die überm Feuer gekochte Suppe fand er gut. Vielleicht ist er auch 2021 ja wieder mit beim Camp dabei.