Wust l Ringo Urbahn sitzt im neuen Wuster Gerätehaus im Wehrleiterzimmer zwischen etlichen großen Kartons. Insgesamt 65 Handsprechfunkgeräte muss er am Computer programmieren, welche nach und nach an die Feuerwehren ausgeliefert werden. Nötig war die Anschaffung wegen des landesweiten Wechsels der Software, weshalb das Land auch 400 Euro je Funkgerät zuschießt.

Etwa zwanzig Minuten sind je Gerät nötig. Es muss zusammengebaut, programmiert und mit der Ladeschale ins Fahrzeug eingebaut werden. Beim Einbau gehen dem Gerätewart der Verbandsgemeinde in den insgesamt 16 Ortswehren seine ehrenamtlichen Kollegen zur Hand, denn eine jede besitzt ebenfalls einen Gerätewart.

Bedienung ist nun einfacher

„Von der Bedienung her sind die neuen Funkgeräte einfacher als die Vorgänger, das Display ist außerdem etwa doppelt so groß“, informiert Ringo Urbahn. Natürlich kommen auch auf das erst neu angeschaffte Wuster Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) neue Geräte rauf, zum Programmieren muss die Verkleidung im Fahrerhaus abgebaut werden. Auch ist nicht gleich zu erkennen, wo der Stecker reinkommt, jedes Fahrzeug ist eben anders.

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Zum Aufgabenbereich des Gerätewartes gehört auch die zentrale Kammer für Bekleidung und Ausrüstung, kurz B/A-Kammer genannt. Diese wurde im neuen Wuster Gerätehaus mit eingerichtet und wird nun nach und nach bestückt. Die Regale sind teils schon gut gefüllt, getrennt in Bereiche für die Aktiven sowie für den Nachwuchs – letztere erkannt man an den orangen Helmen.

Neue Kammer ist gut gefüllt

Die Stiefel mussten schon in einen anderen Raum ausgelagert werden. Neu eingetroffen sind gerade Handschuhe für die technische Hilfe. Manche Einsatzuniformen müssen aussortiert werden, weil bestimmte Leuchtstreifen fehlen, Helme müssen teils auch ausgewechselt werden – hier sind gerade zehn neue eingetroffen. Gewaschen wird verschmutzte Bekleidung in Stendal.

Ringo Urbahn ist nur für die Feuerwehren tätig, erledigt hier unter anderem Kleinreparaturen an den Fahrzeugen. Hilfreich ist dabei, dass er gelernter Landmaschinen- und Traktorenschlosser ist. Die letzten Jahre hatte er in einer Gießerei in Lüneburg gearbeitet und seinen Meister gemacht – und musste 160 Kilometer zur Arbeit fahren. Das lange Pendeln ist nun vorbei.

„In den meisten Gerätehäusern war ich inzwischen schon, in einigen wie Kamern schon des Öfteren“, berichtet der Gerätewart. Er setzt sich zum Beispiel auch hinters Lenkrad, wenn ein Einsatzfahrzeug zur Überprüfung in die Feuerwehrtechnische Zentrale nach Arneburg muss. Im Herbst werden dort unter anderem alle wasserführenden Armaturen geprüft. Die meisten Fahrzeuge hat der Wuster deshalb schon bewegt.

Bei Kontrolle mit dabei

Mit dabei war er natürlich im Herbst bei der Kontrolle der Winterbereitschaft in den Gerätehäusern. Geachtet wird dabei unter anderem auf die Einhaltung der diversen Vorschriften, auf den Zustand von Technik und Ausrüstung, auch wird dabei gleich die aktuelle Statistik der jeweiligen Ortswehr abgefordert.

Ringo Urbahn selbst ist seit über 20 Jahren Mitglied der Wuster Feuerwehr und seit einigen Jahren als Jugendwart aktiv. Die Wuster Jugendwehr hat derzeit etwa zwölf Mitglieder – wie bei den Aktiven ruht auch hier derzeit wegen der Pandemie die Ausbildung.