Havelberg l Kurz vor zwei am Samstagnachmittag in der Uferstraße. Für den Verkehr ist die B 107 da schon gesperrt. Jetzt steht das Fischerstechen im Vordergrund, das in diesem Jahr zum zweiten Mal den Auftakt zum Havelberger Bootskorso gibt. Ein Boot der DLRG aus Tangermünde kommt von der Spülinsel aus herübergefahren und legt an der Kaimauer nahe der Touristinfo an. Ihm entsteigen Hans-Joachim Frey als Pirat und Mitglieder des Wassersportvereins Havelberg. Während der eine die Moderation übernimmt, sind die anderen dafür da, darauf zu achten, dass bei dem Wettbewerb, bei dem vor allem der Spaß im Vordergrund steht, alles mit rechten Dingen zugeht. Ein paar Irritationen bleiben nicht aus. Doch wie gesagt: Das Mitmachen und der Spaß zählen.

18 Mannschaften sind es insgesamt, die mit jeweils drei Paddlern und einem Stecher nun um den Siegertitel kämpfen. Die DLRG sichert das Fischerstechen ab und bugsiert die Teilnehmer vom Domizil des Wassersportvereins zum Startbereich. Als Erste treten die Ruder-Galeere gegen das Kulturprojekt Stadtinsel an. Es folgen die Havel-Retter der Johanniter Unfallhilfe gegen die SG „Freizeit Havelberg“. Während es beim ersten Stechen etwas dauert, bis Stecher Florian Hallmann vom Kulturprojekt über Bord geht, landet Karsten Wiese ruck zuck im Wasser und schwimmt an Land. Auch die „Casablanca“-Volleyballer und die DLRG aus Tangermünde gehören zum ersten Durchgang. Im ersten Finale stehen sich die Johanniter und die SG Freizeit gegenüber. Robby Techel von den Johannitern erweist sich als der Standhaftere.

In den nächsten Durchgängen sind die Avengers und die Blue Men Group vom Wassersportverein, die Ruder-Rechen, die FSV Oldies, die Fräswalzen vom Fahrzeug- und Maschinenbau, die Hoch-, Tief- und Ingenieurbau GmbH, das Jugendzentrum, die Kreissparkasse, die Stadtwerke, Metallbau Hork, die Athleticos aus Rathenow und ein Frauenteam der Havelberger Feuerwehr zu erleben. Letztere hatten sich am Mittwoch ganz spontan entschieden. „Wir schaffen das auch“, zeigt sich Bina Panhans optimistisch. Mit Cynthia Kerl, Heiderose Schöne und Kim Buchholz als Stecherin geht sie ins Boot. Am Ende dürfen die Frauen den Pokal für den Drittplatzierten mit nach Hause nehmen. Zuvor gibt es noch ein Stechen zwischen den Oldies des FSV mit Michael Luksch als Stecher, Rainer Luksch, Lutz Homann und Silvio Demuth und den Johannitern mit Robby Techel als Stecher, Andreas Schulz, Ralf-Peter Schröder und Marco Kraft. Zwar landet von den Oldies ein Paddler schon mal im Wasser. Sie gewinnen dennoch, geht es doch darum, in welchem Boot der standhafteste Stecher steht.

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Steffen Seifert von der Kreissparkasse Stendal überreicht die Pokale, auch Achim Frey und Lutz Mücke – der MDR-Mann kam als Bootskorso-Moderator später hinzu – gratulieren. Die Musik hat bereits begonnen, gleich treten die Weisheits zum ersten Mal auf. Der Bootskorso nimmt seinen Lauf und die Festwoche, die in den Pferdemarkt mündet, beginnt.