Schönhausen l Die Hülse, die der Sportvereinsvorsitzende Steffen Braunschweig mit den handballspielenden Zwillingen Steffen und Sven Skirat stellvertretend für alle anwesenden Gäste am Donnerstag bei der Grundsteinlegung versenkte, ist prall gefüllt: eine kleine Chronik mit Überblick über die Gewerbetreibenden und Vereine der Gemeinde, die Volksstimme vom 26. Oktober, den "senfkorn" der Kirchgemeinde, Bilder von der alten gefluteten Halle, die Baupläne, Euro-Münzen, Flutbuch, ein alter Kegel, die Visitenkarte der ausführenden Firma Schulz-Bau sowie eine Liste mit den 378 Namen aller Mitglieder des SV Preußen Schönhausen. Dieser wird auch der Hauptnutzer der neuen Zweifeld-Halle sein. Der Vereinsvorsitzende Steffen Braunschweig ist wie alle Preußen schon voller Vorfreude, „wir stehen in den Startlöchern“. Vor allem die Handballer können die Fertigstellung kaum erwarten. Denn sie müssen die Halle in Jerichow für das Training und die Heimspiele nutzen. Sie hatten bis vor der Flut die alte Halle der einstigen Sekundarschule genutzt und haben seit Juni 2013 keine eigene Heimstätte mehr. „Wenn hier alles fertig ist, haben wir ein Sportzentrum, das seinesgleichen sucht. Damit wird auch ein Beitrag dazu geleistet, die ländliche Region zu stärken“, so der Preußen-Vorsitzende.

Wunsch: Im Spätsommer fertig

Ein bisschen müssen die Sportler sich aber noch gedulden. Die Baufirma legt jetzt die Streifenfundamente an, dann wird die Bodenplatte der insgesamt 1500 Quadratmeter großen Halle gegossen. Und dann wird die Hülle Stein auf Stein gemauert. „Wann wir Richtfest feiern können, hängt von der Winterpause ab“, hofft Firmenchef René Schulz auf eine nicht zu lange Zwangspause. Wenn alles optimal läuft und die Frostperiode nicht zu lange anhält, könnte der Wunsch der Sportler, die Halle zum Saisonstart im Spätsommer 2018 einweihen zu können, Wirklichkeit werden.

Dank allen Unterstützern

Bürgermeister Holger Borowski, der den Inhalt der Hülse zusammengetragen hat, dankte gestern schon mal dem Bund und dem Land als Geldgeber der Wiederaufbaumittel, außerdem dem Architekturbüro und Peter Hackel vom Igea-Planungsbüro. Und den Bauarbeitern, die solides Handwerk abliefern, damit die Halle viele Jahrzehnte steht und von den Sportlern genutzt werden kann.

Bilder

Mit 2,7 Millionen Euro fließen die meisten Wiederaufbaumittel nach der Flut in die Schönhauser Halle.