Elb-Havel-Region l Die diesjährigen Unterhaltungsarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss, informierte Geschäftsführer Uwe Klemm vor kurzem beim Auftakt der Schau im Schönhauser Bereich. Begutachtet wurden hierbei der Schaubereich 3 und Teile des 2. Bereiches, diese Gebiete erstrecken sich bis nach Jerichow, Mangelsdorf und Wulkow im Nachbarkreis Jerichower Land.

Bei der Flutkatastrophe von 2013 hatten nicht nur Gräben und Wasserbauten arge Schäden genommen, auch viele Erlen an den Ufern wurden krank oder starben ab. So mussten von den insgesamt etwa 30 000 Erlen immerhin um die 24 000 gefällt werden. Geholzt wurde in Abstimmung mit den Landwirten zuletzt unter anderem um Vehlgast-Damerow, Warnau und Schönhausen. Bei kranken Bäumen wurden die Stubben in der Erde gelassen, so dass der Baum wieder austreiben konnte.

Oftmals sei die Pflege der Bäume versäumt worden, nach 10, 15 Jahren müssten sie auf Stock gesetzt werden. Jetzt sind viele um die 40 Jahre alt und fallen um, wobei sie den Graben beschädigen. Das kostet den Verband zusätzliche Ausgaben. Diese entstehen übrigens auch durch Gerichtskosten. Künftig muss auch die Pflegeplanung der Natura-2000-Richtlinie angepasst werden. Dazu müssen Ingenieurbüros beauftragt werden, was ebenfalls einige Tausend Euro kostet.

Wegen der vielen Flutschadenssanierungen an Straßen, Brücken und Wegen war es nicht immer einfach gewesen, an die Gräben zu gelangen, beispielsweise im Schönhauser Wiesengrund oder am Hohengöhrener Damm.

Die im Schollener See bei der Flut abgetriebene Insel wurde mit Hilfe der Landgesellschaft fixiert und der Einlauf in den See umverlegt.

Probleme bereiteten dem Verband und der von ihm mit den Arbeiten beauftragten Firma Lati aus Havelberg aber auch jene Unbekannten, welche Bahnschwellen auf einem Gemeindeweg über einem Durchlass einbauten. Darüber wurde das Ordnungsamt informiert.

In der kommenden Zeit stehen diverse Grundräumungen von Gräben bevor, vor allem in der Region um Wust. Unter anderem im Horst-, Haupt- und Teilen des Klinkgrabens. Dazu werden mit den Bewirtschaftern Absprachen getroffen.

Wo es gewollt ist, kann das Mähgut auch gefräst und auf dem angrenzenden Acker verteilt werden, informierte Uwe Klemm – die Technik dafür sei vorhanden. Allerdings ist dies auch teurer. Lati-Geschäftsführer Gerd Schulenburg wäre jedenfalls froh, wenn die Verwallungen an den Ufern wegkämen, da diese seine Mäherfahrer behindern. Er hatte in diesem Jahr übrigens auch das Gebiet der einstigen Firma Geka aus Kamern samt zweier Angestellter übernommen.