Elbe-Havel-Land l Ein neuer Durchlass entstand kürzlich an der in Richtung Garz führenden Verlängerung des Kamernschen Mühlenweges. Es ist einer von insgesamt drei Durchlässen. Zudem werden um Kamern an sechs Stellen Wege ertüchtigt, wie in der nach Hohenkamern führenden Appelallee, in der Nähe des Funkturmes oder am Mahlitzer Weg. Zumeist werden diese geschottert, ein Teil des Mahlitzer Weges wird aber auch mit Betonspurbahnen befestigt, hier lagen vorher Betonplatten.

Die Ausschreibung hatte die Osterburger Baufirma Ostbau gewonnen, insgesamt etwa 550 000 Euro wurden für diesen 13. Bauabschnitt veranschlagt, war im Bauamt zu erfahren. Noch in diesem Jahr soll die Baustelle übergeben werden, so denn die Witterung mitspielt.

Drei Brücken allein um Hohengöhren

Drei der insgesamt sechs anstehenden Brückenbauvorhaben befinden sich in der Gemarkung Hohengöhren. Der Bau einer Brücke wird bereits vorbereitet, sie befindet sich auf halbem Wege nach Neuermark-Lübars. Hier wird derzeit die Baustraße ertüchtigt, wozu auch das Herrichten des Lichtraumprofils zählt.

Ist dies geschehen, folgt der Abriss des über den Landgraben führenden alten Bauwerkes. Danach werden Spundbohlen für die Baugrube gerammt. Die neue Brücke wird eine Einfeldbrücke aus Stahlbeton, sie wird 4,5 Meter breit und bekommt ein Geländer. Die Havelberger Firma HTI hatte vom Bauamt den Zuschlag erhalten, die Fertigstellung des „Bauwerkes 22“ ist für Mai kommenden Jahres vorgesehen.

Eine Brücke wird mitsamt Wehr errichtet

Eine weitere Brücke soll am Weg entstehen, welcher von Hohengöhren in Richtung Elbe zum Grundstück Prigge führt, hierbei ist zudem als Besonderheit noch ein Wehr mit zu errichten. Der Bauanlauf hat bereits stattgefunden, zuvor muss vom Energieversorger noch eine Freileitung umverlegt werden. Auch dies wird eine Einfeldbrücke. Etwas weiter südlich, in der Nähe der alten Ziegelei, entsteht die dritte Brücke. Mit deren Bau wurde ebenfalls HTI beauftragt, die Brücke wird vor Ort gegossen. Beide Bauwerke sollen im Juni kommenden Jahres fertig sein.

Am zwischen Kamern und Wulkau gelegenen Rahnsee wird bald ebenfalls eine Baustelle eingerichtet: Hier ist ein Ersatzneubau für die hölzerne Radfahrerbrücke nötig. Den Zuschlag bekam eine Firma aus Fresenburg in Niedersachsen, der Bauanlauf hatte ebenfalls vor kurzem stattgefunden. Die Besonderheit hier: Die hölzerne Brücke mit Stahlträgern wird komplett im Werk gefertigt, mit einem Tieflader an den Rahnsee chauffiert und von einem Kran eingehoben. Dafür muss die Straße kurzzeitig gesperrt werden. Der Abbruch der alten Brücke wird erst kurz vorher erfolgen – so kann diese noch möglichst lange genutzt werden und die Radfahrer müssen nicht auf die Straße ausweichen. Dieses Vorhaben soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Ein weiterer Brückenneubau entsteht am Land- und Weidegraben an der Fährstraße in Neuermark-Lübars. Der Planungsanlauf ist kürzlich erfolgt, im Januar soll der Entwurf fertig sein. Der Baustart ist im April kommenden Jahres vorgesehen.

Kurz vor ihrem Baubeginn steht auch die über den Großen Graben führende Brücke am Schönhauser Bauerndamm, im Klietzer Bauamt als „Bauwerk 01“ bezeichnet. Die Ausschreibung ist beendet, es gab drei Angebote, der Planer hat die Unterlagen geprüft. Voraussichtlich am 25. November soll der Auftrag erteilt werden, Anfang Dezember wäre dann Bauanlaufberatung. Wann hier der Baustart erfolgt, ist natürlich ebenfalls vom Wetter abhängig.