Kamern l Das zweite Schulhalbjahr ist in vollem Gange und an der im Sommer 2018 eröffneten Freien Schule Elbe-Havel-Land in Kamern lernen die Kinder fleißig. „Die Lerngemeinschaft ist von Freundlichkeit, Mitbestimmung und Achtsamkeit jedem Einzelnen gegenüber getragen. Gern kommen die derzeit 15 Schülerinnen und Schüler der 1., 2. und 3. Jahrgänge morgens zum Unterricht. Das Pädagogenteam gibt täglich 200 Prozent und begegnet mit ausgesprochen viel Herz und individueller Ansprache jedem Kind“, berichtet Katharina Bensch vom Vorstand des Trägervereins neugierig e.V.

Dieser hat in den vergangenen Jahren viel geleistet. Neben dem unermüdlichen Kampf darum, die Schule endlich eröffnen zu dürfen, wurde das Schulhaus auf den Start vorbereitet, es gab diverse Veranstaltungen und Initiativen. Rückblickend auf das erste Halbjahr, berichtet Katharina Bensch von Höhepunkten, die neben der besonderen Unterrichtsstruktur und der geöffneten Unterrichtsmethodik geboten werden. So gestaltete die Freie Schule zum Beispiel ein fröhliches Herbstfest, es gab einen gelungenen Begegnungstag im Schülerinstitut SITI in Havelberg – es ist Kooperationspartner der Schule –, einen Adventsbasar sowie eine Lesenacht. Im zweiten Halbjahr steht unter anderem der Kennlerntag der zukünftigen Schulanfänger für das Schuljahr 2019/20 ins Haus. „Wie schön, dass wir mehr Nachfrage als Plätze haben. Das zeigt den Bedarf und Wunsch an Bildungsvielfalt in unserer ländlichen Region“, sagt Katharina Bensch, die ab 1. August die Leitung der Schule übernimmt.

Für all das Geleistete sagt sie ebenso wie Vereinsvorsitzende Stefanie Wischer „allen Wegbereitern und Unterstützern dieses Projektes sowie allen Menschen, die an uns und die Umsetzung dieser Schule geglaubt haben, noch einmal von Herzen danke. Wir sind sehr froh, dass es die Freie Schule gibt und die Schüler individuell nach ihren Stärken lernen können. Und wir möchten allen Fördermitgliedern des neugierig e.V. für ihren monatlichen Beitrag von Herzen ein großes Dankeschön aussprechen“.

Der Verein wirbt um weitere Fördermitglieder, um auch die künftigen Ziele umsetzen zu können. Da steht der Aus- und Umbau der ersten Etage auf dem Programm, für den erste Ideen bereits zu Papier gebracht sind und nun auf vielfältige finanzielle Unterstützung warten. Denn die Schule erhält in den ersten drei Jahren keinerlei finanzielle Unterstützung vom Land Sachsen-Anhalt. „Der Verein muss über das monatliche Schulgeld, verschiedene Spenden und einem umfangreichen Kredit alle Unkosten ausschließlich allein decken. Das ist ein mutiges und großes Projekt. Deshalb freuen wir uns über weitere Fördermitglieder, die damit einen großartigen Beitrag für nachhaltige Bildung leisten und in die Zukunft investieren – in die Zukunft dieser Region und in die Kinder der Freien Schule Elbe-Havel-Land im Besonderen.“ Nähere Informationen gibt es hier.