Warnau l  Der Anstoß dazu war von Thomas Henningsen gekommen, welcher von den Anwesenden auf der Gründungsversammlung denn auch zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde.

„Im letzten Jahr wollte ich im Zuge meiner Chronikarbeit gerne den Adler auf dem Kriegerdenkmal erneuern. Dazu holte ich einige Angebote ein, musste aber feststellen, dass so ein Projekt ohne einen Verein nicht umgesetzt werden kann“, berichtete der Warnauer. Denn als Privatmann kann er schlecht Spenden annehmen oder Fördermittel beantragen.

In gemütlicher Runde sprach er das Thema danach immer wieder an, jetzt haben sich genügend Mitstreiter gefunden. Denn sieben Gründer sind nötig, um einen Verein aus der Taufe heben zu können. Dies waren neben Thomas Henningsen der neue Ortsbürgermeister Jörg Busack, die Ortschafts- und Stadträtin Sabine Schulze sowie Ines Arndt (sie wird Kassenwärtin), Michael Kruse, Sebastian Schäfer, Jens Dähne und Christian Maas, welcher zum Stellvertreter gewählt wurde.

Bevor es endlich zur Gründung kam, musste Thomas Henningsen noch einiges in die Wege leiten, wobei ihm Maximilian Thiel nach Kräften half, bei der Ausarbeitung der Satzung war Ines Arndt eine wertvolle Beraterin. Nach der Gründung muss der Verein unter anderem noch bei einem Notariat angemeldet und ins Register eingetragen werden, zudem muss ein Konto eröffnet werden.

„Jeder, der Interesse hat, kann gerne mitmachen“, warb Thomas Henningsen. Denn der Verein solle für alle Warnauer da sein, das ist ihm wichtig: „Ein Verein lebt durch Ideen, wir wünschen uns, dass jeder seine Impulse einbringt und wir als Dorfgemeinschaft alle an einem Strang ziehen.“

Darum wurde auf der Gründungsversammlung auch gleich ein Termin für die erste öffentliche Sitzung festgelegt, wo man sich den Warnauern vorstellen möchte. Diese wird am 23. August um 18.30 Uhr in der Fischerstube stattfinden. Interessenten können entweder dort oder gern auch schon vorher beitreten – melden kann man sich dazu bei den Vorstandsmitgliedern.

Unter dem Motto „Gib dem Dorfleben eine Zukunft“ soll vom Verein vor allem die Attraktivität des Ortes gesteigert werden. Dazu hat Thomas Henningsen schon etliche Ideen in einem Hefter zusammengetragen: Willkommensschilder an den Dorfeingängen, Informationstafeln für Besucher oder Wegweiser für Radtouristen, Sitzbänke sowie eine Infotafel und Verkleidungen für die Mülltonnen am Gemeindehaus etwa. Weitere Aufgaben für den neuen Verein wären eine bessere Internetpräsenz der Ortschaft, die Organisation von Festen oder die Gestaltung des Schaufensters in Havelberg. Die Arbeit düfte dem neuen Verein also so bald nicht ausgehen. Natürlich ist auch der Adler auf dem Kriegerdenkmal dabei nicht vergessen.