Klietz l Die Gäste nahmen sich zwei Stunden Zeit für ein Programm, das die Kinder in der Turnhalle darboten. Mit einem Dank an die Schüler, die so fleißig geprobt haben, und an die Heinzelmännchen im Hintergrund eröffnete die Grundschulleiterin Christine Kapl am Donnerstag den vorweihnachtlichen Abend. Alle Schüler hatten ihre Eltern, Großeltern und Geschwister mitgebracht, so dass die Schüler vor einem großen Publikum standen. Alle Klassen leisteten ihren Beitrag zum Programm, das sich sehen und hören lassen konnte.

Da gab es beispielsweise die Geschichten von der Weihnachtsmaus und vom Adventskranz, ein fröhlicher Weihnachtsmann tanzte und ein Nussorchester spielte auf. Sogar up Platt und auf Englisch wurde gesprochen und gesungen. Die Chorkinder, die einen Querschnitt aus ihrem ansprechenden, flotten Weihnachtsprogramm 2015 boten, gaben den Hinweis, dass jeder ein Engel sein und etwas Gutes schenken kann.

In der dann folgenden Pause ließen sich die Gäste Würstchen schmecken. Und Plätzchen. Die hatten die Viertklässler zusammen mit Muttis gebacken. Hübsch verpackt, boten sie die süßen Leckereien zusammen mit einem Rezeptbüchlein zum Kauf an. Der Erlös kommt in die Klassenkasse für die Abschlussfahrt im Juli nach Magdeburg. Außerdem hatten die Viertklässler mit der Schulsozialarbeiterin Jacqueline Stempin eine kleine Weihnachtstüte mit Lebkuchen, Trinkschokolade, Gedicht, Wunderkerze und zwei selbsthergestellten Geschenk­anhängern für jede Familie gepackt – eine nette Geste!

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Sparen für ein Bodentrampolin

Für die gesamte Schule ist der Erlös der Tombola gedacht. 91 Preise standen bereit (etwas weniger als sonst, weil die Schüler auch für die Flüchtlingskinder in der Kaserne gespendet haben). Außerdem hatte die AG Holz Nistkästen und Birkenlichter gebaut. Und Muttis der 3. Klasse trafen sich seit September einmal pro Woche, um Dekoratives zu nähen. Zusammen mit dem Los-Geld kam ein hübsches Sümmchen zusammen. Die Schüler sparen gerade für ein Bodentrampolin, das als neue Attraktion auf dem Schulhof installiert werden soll.

Nach der kulinarischen Pause traten die Viertklässler auf die Bühne. Alljährlich sind es die Großen, die das Weihnachtsmärchen aufführen. Die Klasse von Anja Berg hatte die Geschichte von der Weihnachtstanne erzählt: Sie handelt von einer kleinen und schmal gewachsenen Tanne, die eigentlich nicht viel zu verschenken hat. Sie teilt jedoch ihr weniges Gut mit den Tieren des Waldes. Die Tannen ringsherum sind eitel, schön gewachsen und können die kleine Tanne nicht verstehen. Es geht doch schließlich darum, einen „Wettbewerb“ zu gewinnen. Wer wird die Weihnachtstanne? Jede möchte das natürlich werden und jede hält sich für besonders schön und klug. Die kleine, bescheidene Tanne dagegen, welche selber nicht viel hat, wird auserwählt. Der soziale Aspekt, Hilfsbereitschaft, Bescheidenheit und Güte spielen in diesem Theaterstück eine große Rolle. Das Thema Umwelt und die Regeln im Wald werden ebenso angesprochen. Die Viertklässler freuten sich über den Applaus den Zuschauer.