Havelberg l Herrlicher Sonnenschein, kaum Wind und die Havel hat eine Wassertemperatur von 21,2 Grad Celsius. Beste Bedingungen für den 13. Havelberger Hafentriathlon, der am Sonnabend Hunderte Sportbegeisterte an den Winterhafen gelockt hat. Als Akteure und als Zuschauer. Zuerst gehen die Frauen und Männer an den Start, die sich den Havelhammer vorgenommen haben. Vor ihnen liegen eine Runde schwimmen um die Spülinsel mit 1540 Metern, 44 Kilometer Rad und zehn Kilometer Laufen. Während sie auf der Strecke sind, startet später am Vormittag der Hafentriathlon mit 750 Metern schwimmen, 22 Kilometern Rad und fünf Kilometer Lauf.

Auch die Helfer haben Spaß

Im Bereich des Yachthafens sammeln sich die Teilnehmer im Wasser. Dann schwimmen sie los. Bojen markieren den Weg. Außerdem fahren Nele Kuska und Justin-Guido Jahns im Kanu vorweg. Die beiden Schüler haben in der Woche schon beim Aufbau für den Triathlon mitgeholfen. Nun sitzen sie im Boot, zeigen den Schwimmern den Weg. Später helfen sie am Stand, wo den Läufern Getränke gereicht werden. Die Wasserwacht des DRK ist ebenfalls mit Booten präsent, sichert die Schwimmstrecke ab. Außerdem stellt der Ortsverband Sanitäter, die sich um Triathleten kümmern, sollten sie sich verletzt haben.

Das muss Andrea Reinhold leider in Anspruch nehmen. Als Erste nach Schwimmen und Radfahren auf der Laufrunde führend, kollidiert sie bei der Getränkeausgabe mit einem Helfer, gerät ins Straucheln und stürzt. Das Rennen ist für sie beendet, sie trägt heftige Blessuren an den Beinen davon. „Nächstes Jahr bin ich aber wieder mit dabei. Der Triathlon in Havelberg ist schön und ich komme gerne hierher, ist ja meine Heimat“, sagt die einstige Klietzerin, die in Tangermünde wohnt und in Schönhausen arbeitet. An ihrer Seite hat sie ihren Freund und Trainer Jürgen Klindworth, ein siebenfacher Ironman von Hawaii, der am kommenden Wochenende beim Ironman in Hamburg startet und sich mit einem ersten Platz in seiner Altersklasse erneut einen Startplatz auf Hawaii sichern will. Andrea Reinhold will am 10. August auf jeden Fall beim Triathlon in Güstrow starten. Das ist dann ihr vierter Triathlon. Vor einer Woche beim Altmark-Triathlon in Wischer war sie Dritte bei den Frauen.

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Organisator Ingo Döring, mit Strohhut vor der Sonne geschützt, hat alles bestens im Griff. Etliche Helfer sind seit den frühen Morgenstunden im Einsatz, damit alles klappt. Zu ihnen gehören Birgit Lemke, Regina Möhring und Sven Görtz in der Anmeldung. Etliche Nach- und Ummeldungen nehmen sie vor den Starts der einzelnen Wettbewerbe vor. Insgesamt sind es um die 300 Teilnehmer beim Havelhammer, beim Hafentriathlon und bei den beiden Kleinen Hafentriathlons. 130 starten am Nachmittag in der Regionalliga Ost. „Es macht wieder Spaß“, sind sich die Helfer einig. Am Stand nebenan gibt es außer der Sportlerverpflegung mit zum Beispiel erfrischender Melone auch einen Kuchenbasar. Den haben Schüler und Eltern der künftigen Klasse 7 der Sekundarschule organisiert. Zugunsten der Klassenkasse, wie Johanna Meinschien berichtet. Zudem helfen die Schüler bei der Getränkeausgabe.

Kleine Wasserretter am Start

Es sind viele Helfer erforderlich, um solch eine Großveranstaltung absichern zu können. Sie machen das gern, würden sich aber wünschen, wenn sich noch einige mehr finden würden. „Ich bin das dritte Mal dabei und finde es gut, wie hier auch schon die Kinder und Jugendlichen für diesen Sport begeistert werden. Dafür opfere ich gern einen Tag meiner Freizeit“, sagt einer der Helfer.

Die Kinder und Jugendlichen haben in der späten Mittagszeit die Gelegenheit, sich beim Triathlon zu beweisen. Zwei Distanzen stehen dafür beim Kleinen Hafentriathlon zur Auswahl. Stark vertreten sind hier die „Kleinen Wasserretter“ von der Wasserwacht des DRK. Sie können sich am Ende über einige vordere Plätze freuen. Der jüngste Starter im Feld des Nachwuchses ist der Havelberger Theo Haut. Am Tag zuvor hat der Fünfjährige noch schnell sein „Seepferdchen“ gemacht, damit er, angesteckt von seiner Schwester Elsa, mit an den Start gehen darf. Und er meistert das richtig klasse. „Wir waren beide ganz schön aufgeregt“, verrät seine Schwester hinterher.