Kamern l  Lauf- und Wanderstrecken wurden wieder angeboten. „Meine Freundin hat mich mitgeschleppt“, erzählt Tino Hanke. „Sie wollte unbedingt bei dem Lauf hier in Kamern dabeisein. Da blieb mir nichts anderes übrig, als gehorsam zu sein“, erklärt der junge Mann aus Halle (Saale). Lina Weiß, die Freundin, lebt in Tangermünde. Beide entschieden sich dafür, die 3,9 Kilometer lange Strecke zu absolvieren. Und wie sie das dann machten! Tino Hanke kam mit großem Abstand als Sieger ins Ziel und nur wenig später folgte ihm Lina Weiß, die damit auf dieser Distanz bei den Frauen gewann. Neben der Erinnerungsmedaille konnten beide somit auch noch jeweils einen Hedemicken-Pokal für ihren Sieg mit nach Hause nehmen.

Eis für alle Rennmäuse

Für den Rennmäuse-Lauf der Kinder wurde zwar kein Pokal vergeben; alle 16 Kinder, die hier starteten, konnten sich aber über schöne Geschenke freuen. So über ein Eis und eine Freikarte für einen Besuch des Havelberger Erlebnisbades. Und eine Medaille bekam jedes Mädchen und jeder Junge ebenfalls noch umgehängt. Da lohnte sich das Mitmachen! Für Hedi Bossert aus Havelberg ganz besonders. Denn sie überquerte als Siegerin die Ziellinie.

Eltern leisten "Schubhilfe"

Der Lauf „Rund um die Hedemicke“, der am Sonntag zum 28. Mal ausgerichtet wurde, ist seit vielen Jahren eine Veranstaltung für die ganze Familie. Das zeigte sich insbesondere am bunt gemischten Starterfeld, das am Strandbereich, wo sich auch das Ziel befand, gemeinsam zu den Laufstrecken über 3,9, über 6 und über 11 Kilometer startete. Und auch am Kinderlauf mit 16 Mädchen und Jungen sowie am Babylauf mit vier Kindern, bei denen Eltern ihrem Nachwuchs „Schubhilfe“ leisteten.

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Geführte Wanderung

Gute Resonanz fand auch wieder das Wander-Angebot, das 26 Frauen und Männer wählten – vor allem waren dabei Mitglieder vom ausrichtenden SV Empor Kamern 68 stark vertreten. Günter Klam vom örtlichen KulTour-Verein führte die Wanderer über eine rund zwei Kilometer lange Strecke, die unter anderem an der Mühle vorbei führte.

Anspruchsvolle längere Strecken

Aktive anderer Vereine nutzten ebenfalls die Möglichkeit zu einem zusätzlichen Lauftraining in der Natur. Vom FSV Havelberg oder vom TuS Sandau zum Beispiel. Aus Sandau hatten sich der Abteilungsleiter Badminton, Holger Köhne, und drei seiner erfolgreichen Nachwuchsspieler dem Starter gestellt: Johann Leue, Yannick Zimmermann und Markus Köhne. „Vor der Sommerpause ist dieser Lauf noch einmal ein Höhepunkt für uns. ,Rund um die Hedemicke‘ steht bei uns in jedem Jahr im Kalender. Wie auch der Pfannkuchenlauf in Sandau zu Jahresbeginn“, so Holger Köhne. „Die längeren Strecken waren heute sehr anspruchsvoll“, schätzte er ein. „Wenn man glaubte, man sei in den Kamernschen Bergen endlich über einen kräftezehrenden Anstieg hinweg, dann kam um die Ecke schon der nächste. Eine schweißtreibende Angelegenheit bei den sommerlichen Temperaturen.“ Die letztlich auch der Grund dafür waren, dass so manche Läufer unterwegs auch mal eine kurze Gehpause einlegten, um dabei ein bisschen zu verschnaufen. Das bestätigte auch der Havelberger Dieter Scheel, der in jedem Jahr zum Lauf nach Kamern fährt. Im Ziel warteten dann aber erfrischende Getränke und Obst zur Stärkung auf alle, was natürlich gerne in Anspruch genommen wurde. Oder auch ein kühles Bad im Kamernschen See. Der nächste große Höhepunkt hier ist am Sonnabend, 6. Juli, übrigens das Strandfest.

Süße Kaninchen

Für Angebote am Rande sorgten unter anderem der Kamernsche Jugendklub mit einem Kuchenbasar und der örtliche Rassekaninchenzuchtverein, für den Karl-Heinz Flatterich einen Blauen Wiener und eine Deutsche-Riesenschecken-Familie für Interessierte zur Schau stellte. Vor allem bei den Kindern kamen die neun süßen Jungtiere der Riesenschecken-Mutter, die jetzt sechs Wochen alt sind, sehr gut an. „Das war mal ein richtig guter Wurf“, berichtete der Züchter.

Dank an Sponsoren und Helfer

Dem Gesamtleiter Marian Buhtz war es zudem wichtig, allen Sponsoren ein großes Dankeschön auszusprechen. Ohne sie wäre diese Laufveranstaltung nicht möglich. Und auch nicht ohne die vielen Helfer insbesondere von der Laufgruppe Haeder in Stendal, die Jahr für Jahr „Rund um die Hedemicke“ unterstützen. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kamern machten sich als Streckenposten nützlich.