Havelberg l Jüngste Errungenschaft des rührigen Heimatvereins ist das sanierte „Spätheimkehrerdenkmal“ auf dem Domfriedhof, eine extra dazu aufgestellte Tafel erinnert an die drei Legenden, welche sich darum ranken. Diese sind übrigens auch auf der Homepage beschrieben. Eine weitere Infotafel steht vor der Havelstraße 44, wo der Verein 2016  die Seejungfrau anbringen ließ.

Ein neuer Vorstand wurde auf der Versammlung am 25. März gewählt, Frank Ermer wurde neuer Vorsitzender, Amtsvorgänger Hans-Jürgen Nisch ist nun Stellvertreter. Seit der Gründung (1991) war der Beitragssatz stabil geblieben, doch konnte dies nicht so weitergehen: Ab 2018 sind pro Jahr 20 Euro fällig. Zur Sprache kam zudem die Überalterung, froh wäre man im Verein über einige jüngere Mitglieder.

Lücken durch Todesfälle

Das hohe Durchschnittsalter sorgte auch für große Lücken durch Todesfälle – wie bei Margarete Bartels: Zum Glück fand sich mit Eckehard Glasow wieder ein musikalischer Begleiter der Singegruppe.

Die Gruppe ist fester Bestandteil bei den monatlichen Plattdeutschnachmittagen, im Vorjahr an acht wechselnden Orten, einer sogar im brandenburgischen Rehfeld. Auch Dank der finanziellen Unterstützung durch den Heimatverein fuhr der Nachwuchs der Plattsnaker an den Schulen in Havelberg und Sandau wieder einige Erfolge bei überregionalen Wettbewerben ein. Auch sind die Schüler regelmäßig zu Gast bei den Nachmittagen.

Den Domfriedhof hat die AG Stadtgrün als Pflegeobjekt auserkoren, wo sie sich regelmäßig zu Arbeitseinsätzen trifft. 24 Rhododendren und ein Gingkobaum wurden 2017 gepflanzt, auch dank Spenden. Die Stürme sorgten dafür, dass man sich einmal mehr treffen musste, um wieder Ordnung zu schaffen. Die Mitglieder Waltraud und Jürgen Gennermann halfen mit Technik und bewässerten die neuen Pflanzen.

Eine gute Idee war die Einführung einer heimatgeschichtlichen Vortragsreihe in der kalten Jahreszeit. Der Rathenower Wolfram Bleis informierte über den einstigen Elbverlauf, Antje Reichel vom Prignitz-Museum über die Fähren in der Region und Harald-Uwe Bossert über das Bernsteinzimmer. Zum Abschluss sprach der Historiker Michael Schippan über den Besuch des Zaren in Havelberg im November 1716. Es war zugleich der Abschluss der Veranstaltungsreihe „300 Jahre Havelberger Konvent“.

Die Reihe 2017/2018 hatte zum Start aus aktuellem Anlass die Reformation zum Thema: Frank Ermer referierte im Arthotel über die Frage „Johann Tetzel – Auslöser der Reformation?“ Am Donnerstag folgt der nächste Vortrag, Dr. Lutz Partenheimer berichtet über Albrecht den Bären.

Fester Bestandteil im Jahresprogramm des Vereins ist die Tagesexkursion, welche im Vorjahr nach Potsdam führte. Erstes Ziel was das Unesco-Weltkulturerbe Alexandrowka, die 1823 gegründete russische Kolonie.

Mit einem Spendenaufruf klingt der zehn Seiten starke Brief aus: Aus dem alten Wegeleitsystem der Buga 2015 sollen die neuen „Havelberger Wegweiser“ entstehen. Sie sollen durch eine neue Farbgestaltung mit den vorhandenen Informationssäulen harmonieren und somit ein einheitliches Stadtbild bilden. Und natürlich den Weg zu historischen Bauten, öffentlichen Gebäuden, medizinischen Einrichtungen und Verkaufsstätten aufzeigen.

Spendenkonto: IBAN: DE96 8105 0555 3080 0004 54, Sparkasse Stendal, Stichwort: Wegweiser, Name und Adresse nicht vergessen.